Volksbefragung zum Kraftwerk in Biedermannsdorf ohne Zweck?

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Die EVN stößt seit der Präsentation ihrer Baupläne auf harten Widerstand der Bürgerinitiative. Das Biomasseheizkraftwerk, für Heizungswärme und Strom, soll im Grünland zwischen Biedermannsdorf und Vösendorf entstehen – ein Standort, der sehr umstritten ist.

Die Bürgerinitiative hat sich klar gegen diesen Standort mitten im Landwirtschafts- und Naherholungsgebiet von Biedermannsdorf ausgesprochen und macht mittels Flyer und Online unter neinzumkraftwerk.at auf sich Aufmerksam.

Auf der Website schreibt die Initiative:

“Lassen sie sich durch die Propaganda der EVN nicht hinters Licht führen, da die erzeugte Energie (Strom und Wärme) NICHT der Bevölkerung von Biedermannsdorf und jener der Anrainergemeinden zu Gute kommt!

Die EVN versucht mit dem geplanten Bau eines Biomasseheizkraftwerks im Grünland und Naherholungsgebiet zwischen Biedermannsdorf und Vösendorf den Eindruck eines Klimaschutzprojektes zu vermitteln.”

Mittels Online Petition konnte die Bürgerinitiative bereits mehr als 850 Unterschriften sammeln.

Am 30. Mai findet in Biedermannsdorf die Volksbefragung zum geplanten Bau des EVN-Kraftwerkes statt. Abstimmungsberechtigt ist jeder österreichische Staatsbürger und jeder Staatsangehörige eines anderen Mitgliedstaates der EU, der spätestens mit Ablauf des Tages der Volksbefragung das 16. Lebensjahr vollendet hat, vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen ist, in der Marktgemeinde Biedermannsdorf seinen ordentlichen Wohnsitz hat und in das abgeschlossene Abstimmungsverzeichnis eingetragen ist.


+++ Update 30.05. 18:30 – > Zum Ergebnis der Volksbefragung


Da es sich allerdings nur um eine Volksbefragung handelt, hat das Ergebnis rechtlich keine bindende Wirkung! Was das Ergebnis der Volksbefragung am 30. Mai also wirklich bewirken wird, ist noch unklar.

Wir haben auch bei Bürgermeisterin Beatrix Dalos nachgefragt, wie Sie zum Bau des Kraftwerks steht:

“Regelmäßig werde ich als Bürgermeisterin mit den Themen Klimawandel, Bodenverbrauch und Bodenversiegelung konfrontiert. Alle sind für Maßnahmen gegen den Klimawandel und keiner möchte Grund- und Boden versiegeln, auch ich nicht. In der Diskussion, so auch in der gegenständlichen, stellt sich letztendlich aber doch immer die Frage, wie wir die Energiewende herbeiführen können. 

Einfache Antwort, die ich meist höre, durch Ausbau von erneuerbaren Energien und Verzicht auf Energie aus Gas und Öl. Nur eins wird dabei vergessen, nämlich, dass auch erneuerbare Energie gewonnen werden muss und dafür auch Einrichtungen gebaut werden müssen. 

Will man die Energiewende schaffen, so werden Photovoltaik-, Wasser und Windkraftanlagen nicht ausreichen. Auch Holz wird genutzt werden müssen, insbesondere Holzabfälle, die in einer Biomasseanlage verbrannt werden. 

Eine solche soll auf unserem Gemeindegebiet errichtet werden. Klar wäre uns allen ein anderer Standort lieber. Durch die ausverhandelten Begleitmaßnahmen ist es aber doch gelungen, eine Anlage zu errichten, die sich bestmöglich in die Umgebung einfügt. Mir als Mutter ist es wichtig, einen Beitrag zur Energiewende zu leisten, damit auch unsere Nachkommen in einer lebenswerten Umwelt aufwachsen.

Alles in allem überwiegen für mich die Vorteile. Für mich gibt es auch keinen guten und keinen bösen Flächenverbrauch bzw. Standort, wie es von manchen dargestellt wird.” 

Biomasseheizkraftwerk in Mödling

Kommentar zum Artikel

  • Josef Novotny
    30. Mai 2021 am 11:06

    Ich finde die Aktion vollkommen richtig. Denn Frau Dalos verschweigt, dass sie nichts machen kann, da dass NÖ Raumordnungsgesetz so etwas zulässt, dass Kraftwerke auf Grünland gebaut werden – hier soll in ganz NÖ aufmerksam gemacht werden, dass die nächste Gemeinde eine andere ist. Es gehört geändert an Hand diesem Beispiel, dass das Land NÖ hier Verantwortung hat als Mehrheitseigentümer von der EVN und hier für die Bevölkerung und Natur arbeiten soll und nicht Passuses in Gesetze hineinnehmen zum Eigennutz. Es gibt Flächenwidmungen um genau, daß zu Regeln und hier hat Grünland (wie es heißt) auf Grünland zu bleiben. Auch eine EVN muss sich wie jedes andere Unternehmen oder Privatperson an das zu halten. Und das Land NÖ ist aufgefordert dies zu ändern für die Generation nach uns. !!! Es macht auch ein komisches sogar korruptes Bild wie das Gesetz Kraftwerke erlaubt. übrigens Wind- und Photovoltaik haben da schon ein schwieriges Vorgehen. Damit zeigt sich das Umweltschutz nur leere Wortmeldung sind.

    Also Danke Biedermannsdorf für diese Demokratische Vorgehen. Tipp noch ein 2 Jahres Baustopp erzwingen, damit man mehr Zeit hat hier Ungerechtigkeit zu korrigieren. Und den besten Platz zu finden und nicht günstigsten!!!!

  • Barbara Krainz
    29. Mai 2021 am 11:13

    Auch hier steht leider der Druckfehlerteufel auf der Seite der HKW Befürworter. Abstimmungsberechtigt sind auch Bürger mit Zweitwohnsitz.
    Im bisher unverbauten Grüngürtel nördlich Biedermannsdorf’s ein HKW errichten zu wollen, mit 4 km langen Leitungen durch den Norden des Ortes, wo sich kein einziger Abnehmer befindet, erscheint mir im besten Falle abstrus und hat mit Umweltschutz nichts zu tun.

  • Reinhard Fuchs
    29. Mai 2021 am 09:57

    Welchen Sinn hätte eine Volksbefragung, wenn das Ergebnis keinen Einfluss auf das Geschehen hat? Was verstehen Politiker(innen) und Wirtschaftsdirektoren unter demokratischer Mitbestimmung? –
    Ein (vom Staat gefördertes) Holzverbrennungskraftwerk gehört NICHT in einen grünen Erholungsgürtel, wenn unweit große Industrieflächen brach liegen (Industriegebiet Niederösterreich Süd)! Abgesehen davon ist die Verbrennung von Holz nicht CO2-neutral, da die Bäume bzw. die Biomasse viele Jahrzehnte brauchen, um nach zuwachsen. Die Speicherung von CO2 wäre ein besserer, wenn auch teurer Weg, um das Klimaziel zu erreichen.

  • Anneliese Witzmann
    29. Mai 2021 am 09:10

    Eine Volksbefragung ist gelebte Demokratie…und Demokratie ist Mitbestimmung!
    Wir erwarten uns, dass der Wille der Bürger vom Land NÖ (als Mehrheitseigentümer der EVN) respektiert wird!
    Wir erwarten uns, dass auch Konzerne alle Klimaschutzziele beachten und nicht nur ein Klimaschutzziel (erneuerbare Energie) herauspicken und das Klimaschutzziel (keine weitere Bodenversiegelung) vergessen!

    Anneliese Witzmann, Bürgerinitiative “Nein zum Kraftwerk”

  • Retlaw Atipen
    29. Mai 2021 am 09:01

    Jetzt wird versucht, die Volksbefragung in ein schlechtes Licht zu rücken unter dem Motto: Ihr braucht gar nicht an der Abstimmung teilzunehmen, es würde eh nichts ändern, es wäre auch ein negatives Ergebnis nicht bindend, außerdem machen wir sowieso das was wir wollen! Liebe Ortsregierungkoalition: SO GEHT ES NICHT, AUCH IN BIEDERMANNSDORF GIBT ES DEMOKRATIE UND WIR HABEN EIN RECHT GEHÖRT ZU WERDEN UND WIR HABEN EIN RECHT AN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG DES ORTES MITREDEN UND MITGESTALTEN ZU DÜRFEN !

  • Herbert Schmaderer
    29. Mai 2021 am 08:59

    Artikel 1 der Bundesverfassung: Österreich ist eine Demokratie. Das Recht geht vom Volke aus.
    Den politisch Verantwortlichen ins Stammbuch geschrieben! Den Direktoren der EVN ebenso!

  • Angelika
    29. Mai 2021 am 08:56

    Nicht nur der Standort ist äußerst schlecht, es gäbe bereits versiegeltes Gebiet in nächster Nähe, auch bezweifle ich die CO2 Neutralität dieses Projektes und weiters sehe ich keinen Nutzen für Biedermannsdorf ( es gäbe noch unzählige Argumente dagegen) Nutznießer ist lediglich ein großes Unternehmen das seinen Profit vergrößern und sein Marktpotential ausbauen möchte. Dahinter steckt sicher kein Gedanke des Umweltschutzes.

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  • Josef Novotny
    30. Mai 2021 am 11:06

    Ich finde die Aktion vollkommen richtig. Denn Frau Dalos verschweigt, dass sie nichts machen kann, da dass NÖ Raumordnungsgesetz so etwas zulässt, dass Kraftwerke auf Grünland gebaut werden – hier soll in ganz NÖ aufmerksam gemacht werden, dass die nächste Gemeinde eine andere ist. Es gehört geändert an Hand diesem Beispiel, dass das Land NÖ hier Verantwortung hat als Mehrheitseigentümer von der EVN und hier für die Bevölkerung und Natur arbeiten soll und nicht Passuses in Gesetze hineinnehmen zum Eigennutz. Es gibt Flächenwidmungen um genau, daß zu Regeln und hier hat Grünland (wie es heißt) auf Grünland zu bleiben. Auch eine EVN muss sich wie jedes andere Unternehmen oder Privatperson an das zu halten. Und das Land NÖ ist aufgefordert dies zu ändern für die Generation nach uns. !!! Es macht auch ein komisches sogar korruptes Bild wie das Gesetz Kraftwerke erlaubt. übrigens Wind- und Photovoltaik haben da schon ein schwieriges Vorgehen. Damit zeigt sich das Umweltschutz nur leere Wortmeldung sind.

    Also Danke Biedermannsdorf für diese Demokratische Vorgehen. Tipp noch ein 2 Jahres Baustopp erzwingen, damit man mehr Zeit hat hier Ungerechtigkeit zu korrigieren. Und den besten Platz zu finden und nicht günstigsten!!!!

  • Barbara Krainz
    29. Mai 2021 am 11:13

    Auch hier steht leider der Druckfehlerteufel auf der Seite der HKW Befürworter. Abstimmungsberechtigt sind auch Bürger mit Zweitwohnsitz.
    Im bisher unverbauten Grüngürtel nördlich Biedermannsdorf’s ein HKW errichten zu wollen, mit 4 km langen Leitungen durch den Norden des Ortes, wo sich kein einziger Abnehmer befindet, erscheint mir im besten Falle abstrus und hat mit Umweltschutz nichts zu tun.

  • Reinhard Fuchs
    29. Mai 2021 am 09:57

    Welchen Sinn hätte eine Volksbefragung, wenn das Ergebnis keinen Einfluss auf das Geschehen hat? Was verstehen Politiker(innen) und Wirtschaftsdirektoren unter demokratischer Mitbestimmung? –
    Ein (vom Staat gefördertes) Holzverbrennungskraftwerk gehört NICHT in einen grünen Erholungsgürtel, wenn unweit große Industrieflächen brach liegen (Industriegebiet Niederösterreich Süd)! Abgesehen davon ist die Verbrennung von Holz nicht CO2-neutral, da die Bäume bzw. die Biomasse viele Jahrzehnte brauchen, um nach zuwachsen. Die Speicherung von CO2 wäre ein besserer, wenn auch teurer Weg, um das Klimaziel zu erreichen.

  • Anneliese Witzmann
    29. Mai 2021 am 09:10

    Eine Volksbefragung ist gelebte Demokratie…und Demokratie ist Mitbestimmung!
    Wir erwarten uns, dass der Wille der Bürger vom Land NÖ (als Mehrheitseigentümer der EVN) respektiert wird!
    Wir erwarten uns, dass auch Konzerne alle Klimaschutzziele beachten und nicht nur ein Klimaschutzziel (erneuerbare Energie) herauspicken und das Klimaschutzziel (keine weitere Bodenversiegelung) vergessen!

    Anneliese Witzmann, Bürgerinitiative “Nein zum Kraftwerk”

  • Retlaw Atipen
    29. Mai 2021 am 09:01

    Jetzt wird versucht, die Volksbefragung in ein schlechtes Licht zu rücken unter dem Motto: Ihr braucht gar nicht an der Abstimmung teilzunehmen, es würde eh nichts ändern, es wäre auch ein negatives Ergebnis nicht bindend, außerdem machen wir sowieso das was wir wollen! Liebe Ortsregierungkoalition: SO GEHT ES NICHT, AUCH IN BIEDERMANNSDORF GIBT ES DEMOKRATIE UND WIR HABEN EIN RECHT GEHÖRT ZU WERDEN UND WIR HABEN EIN RECHT AN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG DES ORTES MITREDEN UND MITGESTALTEN ZU DÜRFEN !

  • Herbert Schmaderer
    29. Mai 2021 am 08:59

    Artikel 1 der Bundesverfassung: Österreich ist eine Demokratie. Das Recht geht vom Volke aus.
    Den politisch Verantwortlichen ins Stammbuch geschrieben! Den Direktoren der EVN ebenso!

  • Angelika
    29. Mai 2021 am 08:56

    Nicht nur der Standort ist äußerst schlecht, es gäbe bereits versiegeltes Gebiet in nächster Nähe, auch bezweifle ich die CO2 Neutralität dieses Projektes und weiters sehe ich keinen Nutzen für Biedermannsdorf ( es gäbe noch unzählige Argumente dagegen) Nutznießer ist lediglich ein großes Unternehmen das seinen Profit vergrößern und sein Marktpotential ausbauen möchte. Dahinter steckt sicher kein Gedanke des Umweltschutzes.

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