Verzicht auf Knallerei zum Jahreswechsel

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Werbung

Perchtoldsdorf erteilt Feuerwerken Absage und keine Silvesterpartys in Mödling am Eichkogel!
Wenn Raketen und Knallkörper bunt und laut in den nächtlichen Himmel steigen, macht sich kaum jemand bewusst, dass Feuerwerkskörper eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier darstellen.
Hierbei geht es nicht nur um die Umfallgefahr bei unsachgemäßer Hantierung oder den hohen Lärmpegel, sondern auch darum, dass die durch Pyrotechnik freigesetzte Menge an Kleinstpartikeln mittlerweile jene des durch den Straßenverkehr abgesonderten Feinstaubs übersteigt. Besonders nachteilig wirkt sich dies im bebauten Gebiet, aber auch Naturschutz-gebieten wie der Heide aus, wo etwa das EU-Natura2000-geschützte Pflanzenbild und die Zieselfauna besonders darunter leiden.

 Freunde der Perchtoldsdorfer Heide (FdPH) / zVg

Die Feuerwerke – hier die Hinterlassenschaften auf dem Trockenrasen der Perchtoldsdorfer Heide – führen neben der Lärmentwicklung und der Freisetzung hoher Feinstabkonzentrationen unter anderem zur Einbringung von giftigem Schwermetall in den Boden.

Keine Silvesterpartys in Mödling am Eichkogel

Naturschutzgebiet ist besonders gefährdet.
Ein Feuerwerk gehört für viele zu Silvester dazu. Das neue Jahr wird laut willkommen geheißen. Es ist schön anzusehen, dennoch kann es für Mensch, Natur und Umwelt sehr gefährlich sein. Das Naturschutzgebiet am Eichkogel ist ein beliebter Treffpunkt für private Silvesterfeiern und Abschussort für Feuerwerke.
Die Zunahme von Feuerwerken zu vielfältigsten Anlässen und den daraus resultierenden Ruhestörungen und Unfällen, sowie Bedenken des Umweltschutzes, führte in den letzten Jahren zu einer Verschärfung der gesetzlichen Regelungen.
Grundsätzlich ist das Abfeuern von pyrotechnischen Produkten im Ortsgebiet verboten! Viele Städte wie Klagenfurt, Spital, Villach oder Innsbruck haben bereits ein generelles Feuerwerksverbot aus Gründen des Umweltschutzes (u.a. wegen Trockenheit) und der Sicherheit ausgesprochen, das auch im Wald und im Grünland gilt.
Mödlings Forst-Stadtrat Leo Lindebner (links) und Guntramsdorf-Bürgermeister Robert Weber bitten darum, auf Silvester-Partys am Eichkogel zu verzichten.
Die allgemeinen Schutzbestimmungen des NÖ Naturschutzgesetzes definieren eine Verpflichtung zum Schutz der Natur, wonach jeder aufgefordert ist, dazu beizutragen die Lebensgrundlagen für wildwachsende Pflanzen und wildlebende Tiere soweit wie möglich zu erhalten. Das Abhalten von Feuerwerken stellt einen massiven Eingriff in ein Ökosystem dar und gilt im Naturschutzgebiet am Eichkogel somit als verboten.
Mödling und Guntramsdorf schützten den Eichkogel
Die beiden Gemeinden mit Anteil am besonders sensiblen Naturschutzgebiet Eichkogel stehen für ein aufwendiges, zukunftsorientiertes Naturraummanagement und setzen sich auch für einen moderaten Umgang mit pyrotechnischen Mitteln ebendort ein. „Der Eichkogel ist das botanische und zoologische Herz Europas und verdient einen verantwortungsvollen und respektvollen Umgang. Bitte verzichten Sie auf Feuerwerk und hinterlassen Sie keinen Müll in diesem besonders sensiblen Bereich“, appelliert Stadtrat Lindebener.
Feuerwerkskörper
Feuerwerkskörper sind pyrotechnische Gegenstände mit zahlreichen giftigen Inhaltsstoffen. Feuerwerke verursachen Gefahren und Umweltbelastungen verschiedenster Art. Sie können von kurzfristiger Art und Weise sein, aber auch negative Langzeitschäden auslösen.
Verletzungen
Falsch geleitete Raketen, zu früh explodierende Böller oder Knaller, die unkontrolliert durch die Gegend fliegen, bedingen ein hohes Unfallrisiko. Jedes Jahr zu Silvester werden Menschen mit zum Teil schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Verbrennungen, angerissene Finger, Knalltrauma, Verletzungen am Auge und Platzwunden sind die häufigsten Probleme. Umsicht und schnelle Erstversorgung sind angebracht.
Feinstaubbelastung
Die massivste Umweltgefährdung ist die Belastung durch gesundheitsschädlichen Feinstaub. In Silvesternächten in Mödling wurde bereits eine Feinstaubbelastung gemessen, die viermal höher ist als der erlaubte Grenzwert. Feinstaub verursacht Schleimhautreizungen und lokale Beeinträchtigungen des Lungengewebes, bilden Plaque in den Blutgefäßen und reduzieren die Regenerationsfähigkeit des vegetativen Nervensystems.
Bodenbelastungen
Dieser Staub wird kaum vertragen, sondern gelangt durch Schnee und Regen direkt in den Boden und in den lokalen Wasserkreislauf. Das sensible Ökosystem Boden im Naturschutzgebiet wird massiv beeinträchtigt, der Lebensraum für seltene Bodeninsekten nachhaltig und unwiederbringlich verändert. Ähnlich folgenschwer ist die Trittbelastung der besonderen Trockenrasengesellschaften im Naturschutzgebiet. Auch wenn Vegetationsruhe herrscht, verursachen die Menschenmassen der Silvesternacht unerwünschte Veränderungen für Fauna und Flora.
Müll – Auch beim Feiern an die Umwelt denken!
Den Jahreswechsel feiern viele Menschen gerne unter freiem Himmel. Die Fußgängerzone, aber vor allem Plätze, die eine gute Aussicht bieten, sind am 31. Dezember beliebte Treffpunkte. „Das soll auch so sein! Zum Feiern gehört es aber auch, den eigenen Mist wieder mitzunehmen und entsprechend zu entsorgen“, bitten Bürgermeister Hans Stefan Hintner und Stadträtin Franziska Olischer auch diese Jahr und wünschen ein herzliches „Prosit Neujahr 2020“.

Am Neujahrsmorgen ist der Eichkogel von Müll übersät. Nicht nur die Reste der Feuerwerkskörper stören die Natur, auch Flaschen und Glassplitter bleiben zurück und gefährden Kleinlebewesen oder jagdbares Wild und verursachen im folgenden Sommer in der Sonne den gefürchteten Brennglas-Effekt. Die engagierten Mitglieder der NÖ Berg- und Naturwacht haben alle Hände voll zu tun, um das Naturschutzgebiet vom Silvesterabfall zu befreien.
Neujahrsputz 2020
Wie auch in den vergangenen Jahren ist leider zu erwarten, dass Unmengen an Feuerwerkskörpern im Stadtwald abgeschossen werden. Abgesehen von der Belastung für Wild- und Haustiere wird dadurch sehr viel Müll produziert.
Es wäre schön wenn wir diesen Müll gemeinschaftlich am 01.01.2020 entfernen und in ein sauberes Jahrzehnt starten.
Start: 14:00h
Treffpunkt: Vor der Othmarkirche
Müllsäcke und Handschuhe werden zur Verfügung gestellt!
Facebookveranstaltung 

Lärm und Verbot sämtlicher pyrotechnischer Artikel im Ortsgebiet

Fürchten sich zuhause in der Wohnung schon Hund und Katze vor den Böllern, so sind die Wildtiere purem Stress ausgeliefert. Sie werden aus ihren angestammten Nischen und Wildschutzzonen verdrängt und flüchten in Panik. Die Herz-Kreislaufbelastung von Rehen und Hasen ist immens und endet nicht selten mit dem Tod. Vögel fliegen auf und verlieren die Orientierung.
Gemäß den Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes 2010 die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände der Kategorie F2 (Kleinfeuerwerke) im Ortsgebiet verboten. Die gesetzlich vorgesehenen Ausnahmegenehmigungen werden wegen der negativen Auswirkungen auf Natur, Umwelt und die Lebensqualität seitens der Marktgemeinde Perchtoldsdorf nicht erteilt.
Kategorie F2
Bei der Kategorie F2 handelt es sich um Feuerwerkskörper, die eine geringe Gefahr darstellen, etwa Knallkörper, Silvesterraketen, Lichterbatterien, Römische Lichter, Feuerräder, oder Feuertöpfe. Pyro-technische Gegenstände der Klasse F2 dürfen an Personen unter 18 Jahren weder abgegeben werden noch von diesen verwendet werden. Feuerwerke der Kategorie F3 dürfen an Personen ohne behördlichen Bewilligungsbescheid gar nicht verkauft bzw. überlassen werden und ist eine Bewilligung der Bezirkshauptmannschaft erforderlich
 

Werbung
Werbung

--- MEISTGELESEN ---

Finde hier:

Werbung

--- Zuletzt veröffentlicht ---