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TWO MILLION HEARTS sammeln fürs Frauenhaus Mödling

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Gudrun aus Baden ist eines der Opfer des Terror-Anschlages vom 2. November 2020 in Wien.

​Gudrun hat sich immer für andere Menschen eingesetzt und Projekte unterstützt, die Frauen und geflüchteten Menschen zugute kommen.

Ihre Freunde und Familie, wollen mit dem Projekt “TWO MILLION HEARTS for Vienna” ein Zeichen setzen.

“Leg die Waffen weg und setz dich her zu mir”

Irmgard erinnert sich an eines der Opfer des Terroranschlags von Wien – Am 2. November so gegen 20 Uhr waren fünf Personen zur falschen Zeit am falschen Ort. Alle fünf sind jetzt tot, eine davon war meine Schwester.

Für Schwächere eingesetzt

Sie war immer eine Vermittlerin und hätte es abgelehnt, würde ihr Tod zu weiterem Hass und Spaltung führen.

Die ältere Dame, die 44-jährige Frau, von der nun berichtet wird, das zweite weibliche Opfer, war meine Schwester, aber sie war so viel mehr. Sie war eine liebende Lebenspartnerin, Tochter, Schwester, Enkelin, Nichte, Tante, Cousine – und sie war sehr, sehr vielen Menschen eine gute Freundin. Sie war eine geschätzte Mitarbeiterin und eine beliebte Kollegin. Sie hat sich seit ihrer Kindheit für Schwächere eingesetzt, sie war sehr engagiert im Schutz von Frauen vor Gewalt. Sie war eine große Verfechterin von Toleranz, sie war Betriebsrätin, sie war Mediatorin und wollte immer vermitteln. Für sie war ein Mensch in erster Linie ein Mensch, Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, gesellschaftlicher Stand, Aussehen, Glaube, Ansichten, Vorlieben waren nebensächlich und alles okay, solange kein anderer Mensch dadurch verletzt, gekränkt oder herabgewürdigt wurde.

Hätte meine Schwester die Macht gehabt, sich auszusuchen, wie sie in dieser Situation handeln könnte, hätte sie sich gewünscht, diesem jungen Menschen sicher vor Kugeln gegenübertreten zu können. Sie hätte ihn sicher ziemlich forsch angesprochen und gesagt: “Hör sofort auf mit dem Scheiß, das ist doch Blödsinn. Leg die Waffen weg und setz dich her zu mir. Erzähl mir, was dich so wütend macht.” Und ich weiß, sie hätte so lange mit ihm geredet, diskutiert und gestritten, bis er gesehen hätte, es gibt viele Wege für ihn und nicht nur diesen einen.

Aber niemals hätte sie gesagt “Schleich di, Oaschloch”.

“Bietet Hilfe an”

Wenn meine Schwester noch sprechen könnte, sie würde sich für die Anteilnahme bedanken. Aber als Nächstes würde sie sagen, ihr nützt diese Anteilnahme nichts mehr. Sie würde euch bitten, eure Anteilnahme den Lebenden zu geben, die sie brauchen. Sie würde euch bitten, wo immer es euch auch in eurem Umfeld möglich ist, grenzt nicht aus, sondern integriert, beantwortet Aggression nicht mit Aggression, sondern mit einem deutlichen “Stopp, so nicht”, und dann bietet Hilfe an. Die Welt könnt ihr nicht ändern, euer Verhalten aber schon.

Alle, die sie gekannt und geliebt haben, werden sie ganz furchtbar vermissen, die meisten von uns werden aber deswegen nicht mit Hass auf den Menschen reagieren, der sie mit in den Tod genommen hat. Wenn ihr meine Schwestern und ihr Andenken ehren wollt, dann bitte ich euch alle, auch nicht mit Hass und Ausgrenzung zu reagieren, das würde alles, wofür sie gestanden ist, gelebt hat und eingetreten ist, mit Füßen treten. (Irmgard P., 6.11.2020)

Den ganzen Nachruf kannst du unter twomillionhearts.org/nachruf lesen.


SPENDEN & ein Herz erwerben

Der Spendenbeitrag wird direkt auf das Konto vom Frauenhaus Mödling überwiesen.


Wer steht hinter “Two Million Hearts” und warum gehen die Spenden an das Frauenhaus Mödling?

Hinter dieser Aktion stehen die Familie und enge Freunde von Gudrun! Die Wahl, die Spenden für das Frauenhaus im Bezirk Mödling zu widmen fiel aus mehreren Gründen. Gudrun selbst hatte einen Bezug zu dieser Einrichtung und kannte das Haus. Dieses Projekt ist darüber hinaus bei den Initiatoren dieser Spendenaktion bekannt. Daher wissen wir auch, dass die Spenden bei den Frauen tatsächlich ankommen. Es handelt sich dabei um eine Einrichtung, die auf Spenden und Unterstützung angewiesen ist..

Das Frauenhaus im Bezirk Mödling bietet Frauen und ihren Kindern, die sich in akuter Gefahr aufgrund von Gewalt in ihren Beziehungen befinden, einen sicheren Ort um zur Ruhe zu kommen und sich neu zu orientieren. Die Bewohnerinnen werden im Frauenhaus sowohl psychosozial als auch juristisch durch ausgebildete Sozialarbeiterinnen beraten. Zusätzlich wird auch eine rund um die Uhr besetzte Notrufnummer betrieben.

Frauen die ins Frauenhaus flüchten haben oft nur die Möglichkeit das nötigste, wie Gewand und persönliche Dokumente, mit ins Frauenhaus zu nehmen und lassen alles andere zurück. Die für einen Neustart in ein Leben ohne Gewalt nötigen Dinge, wie Bettwäsche und Handtücher, Kochutensilien oder Möbel sind in der Grundfinanzierung des Frauenhauses nicht inkludiert. Um die Frauen beim Auszug in ihr neues Leben unterstützen zu können ist das Frauenhaus auf Spenden angewiesen.

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