Später Wintereinbruch zum Frühlingsbeginn

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Das wars mit dem flanieren im Freien…
Der Winter war dieses Jahr im östlichen Flachland de facto ein Totalausfall. Nahezu pünktlich zum astronomischen Frühlingsbeginn (Äquinoktium am Freitag, 20.03. um 04:49 Uhr) lässt Väterchen Frost doch noch seine Muskeln spielen.
Seit Tagen steht Österreich unter dem Einfluss von Hoch INGOLF. Es dominiert ein freundlicher, warmer und sonniger Wettercharakter. Die Großwetterlage in Europa stellt sich jedoch komplett um, was für Mitteleuropa einen sehr späten Wintereinbruch zur Folge hat.
Über Skandinavien etabliert sich die Tage ein großräumiges Hochdruckgebiet, welches den Namen JÜRGEN trägt. An dessen Südflanke erreicht uns am Samstagvormittag eine massive Kaltfront. Diese läutet den winterlichen Wetterumschwung ein.
Kratzen die Höchsttemperaturen am Freitag noch an frühlingshaften -nahezu frühsommerlichen – 20 Grad, kommt das Thermometer am Samstag nicht mehr über 5 Grad hinaus. Außerdem ist es meiste Zeit regnerisch und trüb. Am späten Abend sinkt die Schneefallgrenze bis in tiefe Lagen ab.
Die Nacht auf Sonntag verläuft schon leicht frostig. Die folgenden Nächte bis Freitag bringen voraussichtlich sogar stärkeren Frost bis -5 Grad. Erst zum nächsten Wochenende werden die Temperaturen aus heutiger Sicht wieder leicht zulegen.
Zum Beginn der neuen Woche sickert in einer nordöstlichen Höhenströmung, eingekeilt zwischen dem oben genannten Hochdruck bei Skandinavien und einem Höhentief über Osteuropa, eisige Kaltluft polaren Ursprungs in den Ostalpenraum. Die Nächte werden eisig kalt und am Montag bzw. Dienstag ist leichter Schneefall möglich. Da die arktischen Luftmassen relativ trocken sind, werden jedoch keine nennenswerten Schneemengen zusammenkommen. Eine weiß angezuckerte Landschaft wird sich trotzdem ausgehen.
Für alle fleißigen Gärtner wird dies eine harte Zeit. Die warmen Temperaturen haben in vielen schon Motivation hervorgerufen im Garten die ersten Vorbereitungen für den Frühling zu treffen, ein erstes Mal Rasen zu mähen und die Vorkulturen im Gemüsebeet auszusäen. Die Wärme war wohl etwas trügerisch, und man ist gut beraten mit dem Start im Heimgarten noch etwas zu warten, bzw. noch auf die Jungpflanzenanzucht in der warmen Stube zu reduzieren. Frostempfindliche Pflanzen sollten – sofern diese schon draußen stehen – unbedingt wieder in geschützte Bereiche umgestellt werden.
Ein weiteres heikles Thema ist die heuer sehr verfrühte Obstbaumblüte, wie zum Beispiel die der Marille. Hier besteht große Gefahr, dass die Blüten einen Frostschaden nehmen, und es dieses Jahr möglicherweise zu einem Totalausfall der Marillenernte kommt. Auch andere Obstsorten sind gefährdet.
Die Aktivitäten in den Zeiten der bundesweiten Ausgangssperre zur Eindämmung der Coronavirus Pandemie werden sich kommende Woche auch eher auf drinnen beschränken. Tat es diese Woche noch gut, sich zumindest einmal am Tag in den warmen Sonnenstrahlen draußen die Füße zu vertreten, lockt die Witterung kommende Woche wohl eher nicht so nach draußen.
Wärmeres Wetter ist frühestens zum Wochenende der Zeitumstellung, eher erst zum Monatswechsel zu erwarten.
Also, Winterjacke, Haube, Schal und Handschuhe nochmal hervorkramen, dann seid ihr auch gut für die kommende Woche gerüstet.
Bleibt Gesund!

Euer Bezirk Mödling  in Kooperation mit Storm Science Austria

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