SOS-Kinderdorf Hinterbrühl: Kinder packen an für den Klimaschutz

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Im Kampf gegen den Klimawandel gehen Kinder und Jugendliche nicht nur auf die Straße, sondern setzen auch in ihrem Alltag viele Klimaschutzmaßnahmen um. So auch die Kinder und Jugendlichen im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl. „Denn jede und jeder kann einen Beitrag leisten“, sagt Christiane Erber, Sozialpädagogin im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl. SOS-Kinderdorf hat kürzlich erstmals österreichweit Daten zur Bedeutung von Klimaschutz und Nachhaltigkeit für Kinder und Jugendliche erheben lassen. Das Ergebnis zeigt, Klimawandel ist auch während Corona die größte Sorge von Kindern und Jugendlichen. 88 % sind der Meinung, wir müssen jetzt beim Klima- und Umweltschutz handeln, sonst ist es zu spät.

Studie zeigt, Kinder möchten handeln – Einkochen, Upcycling und Müllvermeidung sind wichtiger Beitrag

Der Studie zu Folge finden 56 % aller Kinder und Jugendlichen, in ihrer Familie würde zu wenig für den Klima- und Umweltschutz getan. „Viele glauben, nachhaltig zu leben sei anstrengend oder bringe großen Verzicht mit sich“, sagt Erber „Dabei ist es oft umgekehrt: Es macht Spaß, mit Kindern gemeinsam saisonales Gemüse zu verkochen, aus Altem Neues zu machen oder Strecken mit dem Rad statt mit dem Auto zu fahren.“


Obst- und Kräutergarten im SOS-Kinderdorf nutzen

Eine Wohngruppe im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl hat die Zeit während des Corona-Lockdowns genutzt, um gemeinsam das Areal des SOS-Kinderdorfs zu erkunden und zu lernen, welche Kräuter in der Wiese wachsen. „Wir machen daraus Kräutersalz“, erzählt der 8-jährige Pascal. Dafür wurden teils in der Wiese, teils im eigenen Hochbeet Rosmarin, Lavendel, Schafgarbe, Klee und vieles mehr gesammelt.

Auch Äpfel, Birnen, Nüsse und Hagebutten wachsen im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl. Und die Wohngemeinschaft hat gute Verwendung dafür. Was die Kinder nicht frisch schnabulieren, wird eingekocht zu Marmelade, Sirup oder Chutney. „Wenn man den Sirup selber macht, schmeckt der Saft am allerbesten“, schwärmt eines der Mädchen. Die Bewohner der WG haben es sich angewöhnt, die Äpfel vom Stingel bis zum Putz komplett zu verarbeiten: Das Fruchtfleisch wird in Kuchen, Apfelstrudel oder Marmelade verkocht. Die Schalen werden zu Apfel-Chips getrocknet. Und das Kerngehäuse wird zu Apfelessig.

„Es gibt den Kindern Selbstbewusstsein, etwas selbst gemacht zu haben. Sie sind stolz auf ihre Produkte, es schmeckt auch einfach gut und wir vermeiden so, viele aufwändig verarbeiteten Produkte im Handel zu kaufen“, freut sich Pädagogin Christiane Erber.

Aus Alt wird Neu

„Das Thema Konsum beschäftigt die Kinder sehr“, sagt Erber. „Gemeinsam überlegen wir, wo man gute gebrauchte Produkte wie Kleidung oder Möbel herbekommt.“ So wird viel über Online-Second-Hand-Plattformen besorgt, oder auch im Second-Hand-Laden von SOS-Kinderdorf AR.SOS mit Filialen im SOS-Kinderdorf Hinterbrühl sowie in Guntramsdorf gekauft. Bei der Frage, wo man neue Kleidung herbekommt, werden die Kinder selbst kreativ. Einige der Kinder nähen begeistert gebrauchte Kleidungsstücke, zu neuen modischen Teilen um.

Zum Klimaschutz gehört auch Müllvermeiden. Gemeinsam haben sich Kinder und PädagogInnen auf die Suche nach großen Müllverursachern gemacht und sind vor allem im Badezimmer fündig geworden. Als Konsequenz wurde auf die Verwendung von Seifen und faesten Shampoos umgestellt.

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