Seegrotte Hinterbrühl bleibt bis auf Weiteres geschlossen

Hinterbrühl, 06. Juni 2019

Der größte unterirdische See Europas in ca. 60 Meter unter der Erdoberfläche ist weit über die Grenzen Österreichs bekannt und beliebt. Mit einer Wasseroberfläche von über ca. 6000 m². Die tiefste Stelle wurde mit 12 Meter gemessen. Im Schnitt ist der See aber mit 1.20 Meter nicht sehr tief. Zu Kriegszeiten wurden die Stollen leer gepumpt und wurden auch durch ständiges Pumpen trocken gehalten. 50 bis 60 tausend Liter Wasser müssen jede Nacht weggepumpt werden, damit der Wasserstand auf 1,20 m erhalten bleibt. Sieben unterirdische Quellen fließen dem See zu, natürlichen Abfluss gibt es jedoch keinen.

Dutzende Busse voller Touristen aus aller Welt besuchen tagtäglich den Bezirk Mödling wegen dem beliebten Ausflugsziel. Alle wollen sich das stillgelegte Gipsbergwerk mit seinen mythischen Stollen und den größten unterirdischen See Europas ansehen. Auch Hollywood nutzte die Seegrotte Hinterbrühl wals Schauplatz für Filme (zB. die „Drei Musketiere“ mit Charlie Sheen, Kiefer Sutherland und Chris O’Donnell).

„Aufgrund von Wartungsarbeiten in der Seegrotte können bis auf Weiteres leider keine Führungen durchgeführt werden“, ist auf der Homepage der Seegrotte Hinterbrühl zu lesen.

Screenshot www.seegrotte.at

Regelmäßig wird das ehemalige Gipsbergwerk von den Behörden kontrolliert. Bei der letzten Begehung ende Mai, wurden relevante Sicherheitsmängel festgestellt. Noch bevor die Behörde einen Bescheid erließ, schlossen die Betreiber die Seegrotte vorübergehend. Nun muss bis 30. Juni ein Sicherheits- und Sanierungskonzept vorgelegt werden.

Ob der beliebte Ausflugsort im Sommer wieder geöffnet hat, ist derzeit noch unklar.

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