Perchtoldsdorfer Hiataeinzug und Jungweinpräsentation abgesagt

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Die Gesundheit geht vor. Der „Hiataeinzug“ in Perchtoldsdorf, Österreichs ältestes und berühmtestes Erntedankfest, das am 8. November gefeiert werden sollte, wird heuer wegen Corona abgesagt.  

Viele Weinhauer sind normalerweise für das Gelingen des „Hiataeinzugs“, der erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurde und traditionell am Sonntag nach Leonhardi gefeiert wird, verantwortlich. Doch in diesem besonderen Jahr wird er nicht stattfinden. „Wir wollen nichts riskieren“, wie Perchtoldsdorfs Weinbauvereinsobmann Toni Nigl verrät.

Die historischen Wurzeln des Hiataeinzugs gehen auf eine Legende im Jahre 1422 zurück, wonach der Weinhüter Thomas in den Rieden Perchtoldsdorfs schwer verletzt wurde. Im ersten Haus des Ortes, dem Herbergsvater, wurde dieser gesund gepflegt. Erst zu Leon­hardi­, (6. November), konnte der genesene „Hiata“ seit langem den Gottesdienst besuchen. Seitdem fällt das Erntedankfest auf die wunderbare Genesung des „Hiata“ Thomas. Diese Tradition wurde und wird bereits seit Jahrhunderten weitergeführt. Sogar in  Kriegsjahren bedankte sich eine Handvoll Perchtoldsdorfer Weinhauer für die gute Ernte. Heuer will man das Erntedankfest unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und bereits vergebenen Platzkarten auf eine feierliche Messe reduzieren. „Wir hoffen seitens der Bevölkerung auf Verständnis, und freuen uns auf ein Wiedersehen“, bekräftigt Nigl.

Hiatavater Karl Wölflinger darf aufgrund des Ausnahmejahrs das Amt noch einmal antreten.
Auch der diesjährige Hiatavater Karl Wölflinger muss mit zahlreichen Einschränkungen leben. Die vielen traditionellen persönlichen Begegnungen mit den Akteuren des „Hiataeinzugs“, wie Kredenzmaderln, Hiatabuam, Pritschnträger und Standartenträger wurden aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. „Es ist ein hartes Jahr für den Hiatavater und trotzdem bin ich stolz, dass ich von den Hiatabuam gerade 2020 angesprochen wurde“, berichtet Karl Wöflinger. Das Amt des Hiatavaters kann der Auserwählte normalerweise nur einmal bekleiden, durch die Ausnahmesituation, darf Karl Wölflinger die Würde ein weiteres Mal antreten.

Auch die für den 17. November geplante Jungweinpräsentation in der Burg findet heuer nicht statt. Dafür setzen Perchtoldsdorfs Weinhauer mit ihren edlen Tröpferln vermehrt auf persönlichen Lieferservice und Online-Verkauf auf www.perchtoldsdorf.com, die örtliche Vinothek am Marktplatz hat von Montag bis Samstag von 10 bis 13 Uhr und von Dienstag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Fotos: Perchtoldsdorfer Weinbauverein

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