Bezirk Mödling

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Mund-Nasen-Schutz – GRATIS oder NICHT?

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Von Anfang an “podschert” kommuniziert, kochten bei einigen Geschäften die Gemüter gleich in der Früh hoch… Seit heute 06. April gilt für Supermärkte, Drogerien und Drogeriemärkte, mit einem Kundenbereich ab 400 Quadratmeter folgender Erlass:
− Mitarbeiter von Supermärkten und Drogerien/Drogeriemärkte sind angehalten, mechanische Schutzvorrichtungen zu tragen, damit eine mechanische Barriere gegen eine Tröpfcheninfektion vorhanden ist,
ab Verfügbarkeit sind diese mechanischen Schutzvorrichtungen den Kunden kostenfrei zur Verfügung zu stellen, wenn diese keine mechanischen Schutzvorrichtungen selbst mitbringen,
− sobald diese mechanischen Schutzvorrichtungen durch die Inhaber von Supermärkten den Kunden zur Verfügung gestellt werden, dürfen diese die Kunden nur dann in den Verkaufsbereich zulassen, wenn sie mechanische Schutzvorrichtungen tragen,
− Mitarbeitern von Supermärkten müssen im Kundenbereich Handschuhe tragen, wobei dies jedoch nicht von der Einhaltung der erforderlichen Händehygiene entbindet,
− beim Eingang sind Desinfektionsmittelspender bereitzustellen,
− der Haltegriff von Einkaufswägen ist nach jedem Kundengebrauch zu desinfizieren,
− Flächen oder Vorrichtungen (zB Gefrierregalgriffe), die regelmäßig von Kunden berührt werden, sind regelmäßig zu reinigen und desinfizieren,
− bei sämtlichen Kassen mit Mitarbeiterbedienung muss Plexiglasschutz vorhanden sein,
− zur Kontrolle und Einhaltung des vorgeschriebenen Sicherheitsabstandes von einem Meter sind im Kassenbereich Bodenmarkierungen anzubringen,
− die Gestaltung der Verkaufsflächen soll derart vorgenommen werden, dass der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann,
− die Verwendung von Einkaufswägen zur Sicherstellung des Abstandes soll vorgesehen werden,
− es ist eine Anzahl von Kunden festzulegen, die gleichzeitig im Supermarkt aufhältig sein darf, um den vorgeschriebenen 1-Meter-Sicherheitsabstand zwischen den anwesenden Personen sicherzustellen; bei Erreichen dieser Anzahl dürfen zusätzliche Kunden den Supermarkt nur betreten, wenn ihn zuvor welche verlassen haben („one-in-one-out“),
− die Mitarbeiter sind aufgefordert, den Kunden die Möglichkeit des kontaktlosen Bezahlens zu empfehlen,
− Kunden sind durch geeignete Information in einem Aushang/durch Piktogramme darauf hinzuweisen, dass bei Vorhandensein von Symptomen die Geschäftsräumlichkeiten nicht betreten werden dürfen.
Kleinere Supermärkte, Drogerien und Drogeriemärkte haben abweichend von obiger Aufzählung die allgemeinen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus (COVID-19), wie z.B. regelmäßiges gründliches Reinigen der Hände der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Seife oder einem Desinfektionsmittel, Halten eines Abstandes von mindestens einem Meter und Einhaltung von Atemhygiene der Mitarbeiter sicherzustellen.
Die zusätzlichen Hygieneregeln sind unverzüglich, spätestens jedoch mit 6. April 2020 umzusetzen.
Erlass Quelle: Bundesministerium für Gesundheit / Stand 04.04.2020
Gert Zaubbauer (Wirtschatfsstadtrat der  Stadtgemeinde Mödling) hat heute 6.4.2020 zwischen 8:52-9:06 die Märkte in Mödling “getestet” und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:
Billa – unbetreuter Eingang/ 3,- Euro für 3 Masken
Hofer – betreuter Eingang / GRATIS-Mundschutz
Spar – betreuter Eingang / GRATIS-Mundschutz
Lidl – betreuter Eingang / GRATIS-Mundschutz
DM – unbetreuter Eingang / keine Masken vorrätig
BIPA (City Center Mödling) – unbetreuter Eingang / keine Masken vorrätig – würde Gratismasken hergeben, hat aber keine “mehr”
PLAN Bio – unter 400m2 =kein betreuter Eingang, keine Masken(Pflicht) – Ankündigung: biete diese Wochen Masken im 10er Pack an
Er schilderte uns im telefonischen Gespräch außerdem die Handhabung der Einlasskontrollen bzw. die Hygiene bei den unterschiedlichen Märkten.
“Während man beim Billa in der Fußgängerzone problemlos auch ohne Mund-Nasen-Schutz reinspazieren kann, wird man beim Hofer auf der Bahnbrücke bereits mit einem Mund-Nasen-Schutz freundlich empfangen, der mittels Zange übergeben wird und erhält sofort ein desinfiziertes Wagerl.


Auf Anfrage bei der REWE Konzernzentrale in Wiener Neudorf, reagierte das Handelsunternehmen mit folgender Aussendung:

Wir als REWE Group Österreich möchten ein Signal gegen Verschwendung von Mund-Nasen-Schutz setzen!

Abgesehen davon sollte das Pflegesystem Vorrang bei der Beschaffung von Schutzmasken erhalten.

Mund-Nasen-Schutz (MNS) wird derzeit überall auf der Welt händeringend benötigt – nicht zuletzt auch im österreichischen Pflegewesen. Deshalb setzen BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG jetzt bewusst ein Signal für einen verantwortungsvollen Umgang und gegen Verschwendung. Nachdem wir – wie im Erlass des Gesundheitsministeriums vorgesehen – ein erstes Kontingent („so lange der Vorrat reicht“) zur „Erstausstattung“ gratis verteilt haben, werden nun – nach Verbrauch dieses ersten Kontingents – ab 6.4. MNS zu einem Kostenbeitrag von 1 € pro Stück abgegeben: als Erinnerung und Anreiz, dieses weltweit knappe, wertvolle Gut verantwortungsvoll und mit Bedacht zu verwenden. „Aber natürlich ist in unseren Filialen niemand gezwungen, einen MNS zu kaufen. Uns sind alle Kunden willkommen, wir weisen niemanden ab, so lange Mund und Nase in der Filiale bedeckt sind“, betont Marcel Haraszti, Vorstand der REWE International AG. Der MNS wird in 3 Stk.-Packungen zu je 3 € (*) erhältlich sein, „der Kostenbeitrag liegt unter unserem Selbstkostenpreis – wir verdienen daran selbstverständlich keinen Cent.“
Die Kunden von BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und den teilnehmenden ADEG-Kaufleuten können auch von zuhause mitgenommene bzw. selbst produzierten Mund-Nasen-Schutz für ihren Einkauf verwenden – die Verwendung von selbst hergestelltem Schutz aus Stoff, etwa aus Tüchern und Schals, ist ebenfalls zulässig.
Seit Mittwoch 1.4.2020 wurde – wie vom Gesundheitsministerium vorgesehen – ein erstes MNS-Kontingent als „Erstausstattung“ den Kunden/innen kostenfrei und so lange der Vorrat gereicht hat, zur Verfügung gestellt – ebenfalls mit der Bitte, sorgsam damit umzugehen und den Schutz nach Möglichkeit mehrfach zu verwenden (**).
(**) Der Schutz kann nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis zu 3-4 Stunden getragen werden. Wenn er durchfeuchtet ist, muss er getrocknet werden. Dabei ist zu beachten, den Schutz immer mit der gleichen Seite anzulegen, die Außenseite nicht zu berühren und sich vor dem Anlegen und nach dem Abnehmen gründlich die Hände zu waschen

Kostenbeitrag soll an verantwortungsvollen Umgang erinnern

BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG gehe es mit dem Kostenbeitrag darum, alle Kunden, die einen Einweg-MNS bevorzugen, daran zu erinnern, dass sie ein wertvolles, weltweit knappes Gut in Händen halten und sie zu bitten, verantwortungsvoll damit umzugehen. „Gerade wo angesichts der weltweiten Knappheit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Pflegewesen ein solcher Schutz fehlt. Sie aber sind darauf angewiesen, wenn sie ihre verantwortungsvolle Arbeit machen und dabei ihre Gesundheit riskieren“, betont der REWE International AG-Vorstand. Verdient werde daran definitiv kein Cent, der Kostenbeitrag bilde nicht einmal die Selbstkosten ab.

MNS-Mangel bringt Pflegewesen in Notlage – REWE Group Österreich leistet Überbrückungshilfe

Durch den weltweit hohen Bedarf an MNS kommt es derzeit zu Produktions- und Lieferverzögerungen, viele Märkte sind leer gekauft, die Preise steigen. „Uns gelingt es nur unter größten Anstrengungen den für unsere Kunden benötigten MNS mit Einzel-Bestellungen in aller Herren Länder und Transportflügen rund um den Globus zu beschaffen“, so Marcel Haraszti, „und zum Beispiel das Pflegewesen steht vor der gleichen, enorm schwierigen Beschaffungslage. Viele Organisationen aus dem Pflegebereich haben sich deswegen bei uns gemeldet und um Unterstützung gebeten, da sie händeringend für den sofortigen Einsatz nach Mund-Nasen-Schutz suchen. Denn diese fehlen an allen Ecken und Enden – gerade dort, wo die Mitarbeiter jetzt für die besonders gefährdeten Risikogruppen da sind und dabei ihre Gesundheit riskieren. Das ist auch der Grund, warum wir ein Signal gegen die unbedachte Verschwendung von MNS setzen.“
Deshalb wird die REWE Group Österreich einen Beitrag zur Soforthilfe leisten und übergibt der CARITAS und dem ROTEN KREUZ als Überbrückung je 40.000 MNS: „Um die schnell zu unterstützen, die – rund um die Uhr und in ganz Österreich – uns alle unterstützen.“

Kurzfristige Erlass-Auflagen bis 6.4. nicht zur Gänze umsetzbar

Der jüngste Erlass des Gesundheitsministeriums sieht ab Montag, 6.4.2020, auch weitere Vorgaben wie das verpflichtende Tragen von Einweg-Handschuhen für alle Filial-Mitarbeiter/innen, das Aufstellen von Desinfektionsspendern an allen Standorten, das Desinfizieren der Griffe der Einkaufswagen nach jedem Gebrauch und die Beschränkung der Kundenzahl in den Filialen, um den notwendigen Abstand wahren zu können, vor. Bei Einweg-Handschuhen und Desinfektionsmitteln stehen BILLA, MERKUR, PENNY, BIPA und ADEG vor den gleichen Herausforderungen wie beim MNS: Es wird seit Wochen alles getan, die schon vor längerer Zeit bestellten Kontingente trotz Grenzsperren, Ausfuhrverboten und Lieferverzögerungen nach Österreich zu bekommen und weitere Nachschub-Lieferungen zu organisieren. Auch die Beschränkung der Kundenzahl stellt eine riesige organisatorische Herausforderung dar: „Wir werden alles daran setzen, die Vorgaben des Erlasses raschestmöglich zu erfüllen, aber das ist beim besten Willen mit Stichtag 6. April nicht für alle unsere 2.550 Standorte mit 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umsetzbar“, betont der REWE International AG-Vorstand.

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