Mödlings ältestes Buch aus 1420 restituiert

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Im wahrsten Sinne des Wortes mit Samthandschuhen präsentierte die Direktorin des Museums Mödling Monika Chromy am 20. März einen wohl gehüteten Schatz: Mödlings wahrscheinlich ältestes Buch, das „Bruderschaftsbuch der St. Lienhardszeche“, eine Handschrift auf Pergament und Papier, wurde an diesem Tag an das „Bruderschaftsbuch der St. Lienhardszeche“, eine Handschrift auf Pergament und Papier, wurde vom Museum Mödling der Landesinnung Wien der Metalltechniker, einem Teil der Wirtschaftskammer Österreich, restituiert.
Übergabe der Handschrift aus 1420 im Museum Mödling
Bei der feierlichen Übergabe mit Vertragsunterzeichnung konnten Prof. Dr. Ferdinand Stangler, Christian Matzner und Gudrun Foelsche vom Bezirksmuseumsverein Mödlings Vizebürgermeister KommR Ferdinand Rubel als offiziellen Unterzeichner des Museums begrüßen. Seitens der Empfänger der Landesinnung der Metalltechniker unterzeichneten Innungsgeschäftsführer Mag. Leonhard Palden und der Innnungsmeister KommR Ing. Georg Senft. „Das Original wird künftig im Wien-Museum zu sehen sein, eine Faksimile wird in unseren neuen Innungshaus ausgestellt sein“, erläuterte Senft die neue Heimstatt für die wertvolle Handschrift.
Christian Matzner über die Geschichte und Restituierung des Buches
Mödlings wahrscheinlich ältestes Buch, das „Bruderschaftsbuch der St. Lienhardszeche“, eine Handschrift auf Pergament und Papier, begonnen im Jahr 1420, wurde vom Museum Mödling der Landesinnung Wien der Metalltechniker, einem Teil der Wirtschaftskammer Österreich, restituiert.
Dieses Buch war seit der Verlagerung der Kunstschätze der Stadt Wien an sichere Plätze gegen Ende des 2. Weltkriegs verschollen. Tatsächlich wurde es nach 1954 vom Wien Museum dem Museum Mödling restituiert um dessen aufgelöste Sammlung wiederherzustellen, und so wurde es in den neuen Bestand des hiesigen Museums eingereiht.
Über Jahrzehnte blieb die wahre Zuordnung des Buches unbekannt, da die wichtigen ersten Seiten fehlten, die auf die St. Lienhardszeche hingewiesen hätten. Dem Institut für Mittelalterforschung der Akademie der Wissenschaften gelang im Vorjahr im Zuge der Analyse des Buches die eindeutige und unzweifelhafte Identifizierung.
In der Mödlinger Kulturzeitschrift medilihha erschien in Nummer 19 / 2018 ein ausführlicher Beitrag, der den aktuellen Wissensstand zum Buch der St. Lienhardszeche wiedergibt.
Nach Klärung der Objektidentität und der früheren Eigentumsverhältnisse beschloss der Vorstand des Museum Mödling einstimmig, das Buch dem Rechtsnachfolger der „St. Lienhardszeche“, der Landesinnung Wien der Metalltechniker, zurückzustellen.
 
Bild: Mödlings ältestes Buch findet eine neue, würdige Heimat in Wien. v.l.: Christian Matzner, Leonhard Palden, Ferdinand Stangler, Ferdinand Rubel, Monika Chromy, Gudrun Foelsche und Georg Senft.
FOTOS: Boeger

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