Einziger Standort für Salamander gesichert

Mödling, 11. März 2019

Das Biotop am Südrand der Meiereiwiese ist der einzige Salamander-Standort im niederösterreischischen Kalkdolomit. Die im reinen und sauerstoffreichen Wasser des Biotops von den Salamanderweibchen im Seichtwasser zur Welt gebrachten Larven ernähren sich von Plankton und verbleiben dort mehrere Monate bis diese zu Landtieren werden.

Durch fehlende Niederschläge, Hitze und Trockenheit ist der Quelltümpel des Salamderbiotops im Vorjahr völlig ausgetrocknet, die Wasserzufuhr aus einer nahen Brunnenstube, die mit einer Quellfassung verbunden war, ist zusammengebrochen. Jetzt hat die Stadt Mödling es allerdings geschafft, die zusammengebrochene Wasserversorgung wieder herzustellen und damit das Salamanderbiotop zu sichern.

Nach intensiven Bemühungen des Forstreferates der Stadt, Überlegungen Wasser von der Ortswasserleitung zuzuleiten, Versuch einer Wasserzufuhr durch die Feuerwehr, erfolgte dann doch die Suche nach dem versiegten Quellwasser oberhalb des Biotops. Tatsächlich konnte ein Quellhorizont gefunden werden, es wurden neue Filterrohre verlegt und die durch Verwurzelungen und Erdeintrag teilweise verlegten Wasserwege wieder frei gemacht.

Nunmehr fließt wiederum frisches, sauerstoffreiches und reines Quellwasser in die Mulde des Salamanderbiotops, es befüllt sich dieses langsam. Hoch erfreut über die Rettung der „Mödlinger Feuersalamander-Familie“ zeigen sich Bürgermeister Hans Stefan Hintner, sein Vorgänger Altbürgermeister Harald Lowatschek und Stadtrat Leo Lindebner bei einer Besichtigung vor Ort. Erste Salamderweibchen zeigten sich bereits im Biotop, eine Feuersalamander-Generation 2019 ist gesichert!

Bild: Leo Lindebener, Harald Lowatschek und Hans Stefan Hintner (von links) bei der neuen Wasserzufuhr für das Salamanderbiotop.

Foto: Bernhard Garaus

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