Isovolta-Jobabbau sorgt für Aufregung

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Produktionsgewerkschaft PRO-GE beklagt: “Sozialplan nur für Angestellte ist skandalös und inakzeptabel”

Am Mittwochnachmittag verkündete die Isovolta Group mittels Presseaussendung die Neuausrichtung der Avation-Produktion am Standort Wiener Neudorf.

Die Isovolta Group reagierte im September auf die massive Krise in der Luftfahrtbranche und kündigte an, bis zu 80 Mitarbeiter*innen am Standort Wiener Neudorf abzubauen. Mittlerweile haben 35 Arbeiter*innen ein Jobangebot von der Schwesterfirma FunderMax erhalten. Von 23 angestellten Mitarbeiter*innen im Verwaltungsbereich muss sich das Unternehmen leider trennen. Für sie steht in Abstimmung mit dem Betriebsrat ein Sozialpaket bereit.

„Im Zuge der Detailplanung für die Neuaufstellung der Aviation Produktion konnten wir mehr Arbeitsplätze erhalten, das freut uns“, erklärt Peter Höllwarth, CEO von Isovolta. Zudem haben 35 Arbeiter*innen ein Jobangebot von FunderMax bekommen. Lediglich drei haben dieses Angebot angenommen. „Wir bedauern es sehr, dass nicht mehr Kolleginnen und Kollegen diese Möglichkeit eines neuen Arbeitsplatzes bei unserer Schwester an den Standorten in Wiener Neudorf und Neudörfl angenommen haben“, so Höllwarth.

Heute Donnerstag meldet sich die Gewerkschaft PRO-GE mittels Presseaussendung zu Wort

ArbeiterInnen sind keine Menschen zweiter Klasse!
Bei Isovolta am Standort Wr. Neudorf verlieren 55 MitarbeitInnen ihren Arbeitsplatz, wie das Unternehmen in einer Aussendung mitteilte. Zu dieser Mitteilung stellen der Isovolta-Arbeiterbetriebsrat Peter Vratny und der niederösterreichische Landessekretär der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) Patrick Slacik klar, dass der darin erwähnte Sozialplan nicht für ArbeiterInnen gilt. Gespräche mit den Betriebsräten hätte es zwar gegeben, ein Sozialplan konnte aber bis heute nicht abgeschlossen werden, berichtet Vratny. “Während man für die Angestellten den Sozialplan bereits finalisiert hat, sollen die Arbeiterinnen und Arbeiter leer ausgehen. Das ist skandalös und das lassen wir uns auch nicht gefallen!”

Weiters berichtet das Unternehmen in seiner Mitteilung davon, dass 35 ArbeiterInnen ein Jobangebot von der Schwesterfirma FunderMax erhalten haben. “Auch diese Darstellung ist unvollständig”, kritisiert Betriebsrat Vratny. “Die Angebote waren deutlich schlechter als die bisherigen Arbeitsverhältnisse. Deshalb wurde das Angebot auch nur von drei Beschäftigten angenommen.”

“Soziale Verantwortung sieht anders aus”, steht PRO-GE Landessekretär Slacik dem Betriebsrat zur Seite. Ein Unternehmen das für Angestellte, aber nicht für seine ArbeiterInnen Sozialpläne vorsieht, habe er noch nie erlebt. “Das ist vollkommen inakzeptabel. Die Isovolta kann sich aus einem Sozialplan für alle Betroffenen nicht herausreden. Gerade die Leute, die jetzt ihren Job verlieren benötigen eine finanzielle Unterstützung, um die Phase der Arbeitslosigkeit besser zu überbrücken!”

Isovolta hat alle 162 Beschäftigten beim AMS Frühwarnsystem angemeldet. Die Gewerkschaft PRO-GE und die Arbeiterbetriebsräte mahnen die soziale Verantwortung des Unternehmens ein, ein Termin gestern Vormittag mit dem Vorstand blieb aber ergebnislos. “Sollte der Vorstand den im Gesetz vorgeschriebenen Sozialplan weiterhin verweigern, werden Protestmaßnahmen nicht mehr ausgeschlossen”, kündigen Vratny und Slacik an.

Wir haben aufgrund der Aussendung der PRO-GE, heute um 09:56 Uhr eine Anfrage an die Isovolta Group gesendet und um eine Stellungnahme bezüglich der gelegten Angebote gebeten.

Die Kommunikationsagentur der Isovolta Group antwortete um 11:59 auf unsere Anfrage: “Das Jobangebot war zum bestehenden Arbeitsverhältnis gleichwertig. Die Angebote wurden aus unterschiedlichen persönlichen Gründen abgelehnt.

Foto: Copyrights Isovolta

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