Holunderzeit im Bezirk Mödling

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Holunderblüten an an jeder Ecke … Oft auch einfach nur “Holler” genannt, findet man prachtvolle Holundersträuche beinahe in jedem Garten. Holunder bildet eine Pflanzengattung in der Familie der Moschuskrautgewächse. Die Gattung besteht weltweit aus etwas mehr als zehn Arten, von denen drei in Mitteleuropa heimisch sind.
Der Schwarze Holunder ist ein bis 11 Meter hoher Strauch bzw. Baum mit starker Verzweigung. Von Mai bis in den Juli trägt die Pflanze bis zu 30 Zentimeter große, flache Schirmrispen aus vielen Einzelblüten. Ihr frischer, fruchtiger Duft ist unverwechselbar und typisch für den Holunder.
Die weißen oder leicht gelblichen Blüten sind in der Regel fünfzählig. Ein kleinerer Teil der Blüten ist jedoch auch vierzählig. Zerreibt man ein Blatt zwischen den Fingern, riecht es auch leicht nach den Blüten; so kann Holunder auch einfach erkannt werden, wenn er keine Blüten oder Früchte trägt. 

Holunderblüten in Backteig

Ich erinnere mich an meine Kindheit, an meine so heiß geliebte Oma, die uns immer Hollerstrauben machte. Wir haben uns wie die Geier darüber gestürzt. Sie kam mit dem Herausbacken gar nicht nach…
Es gibt unzählige Varianten, hier eine, wie ich sie gerne mache:

  • Holunderblüten
  • 100 g Mehl glatt
  • 2 EL Zucker
  • 1 Päckchen
  • Vanillezucker
  • 3 Stück Eier
  • 175 ml Weißwein
  • 100 g Staubzucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Weiters:
Öl zum Ausbacken
Zubereitung:
Eier in Dotter und Klar trennen. Wein und Dotter verschlagen, Zucker, Vanillezucker, Prise Salz und Mehl nacheinander zu einem glatten Teig verrühren. Eiklar zu cremigen Schnee schlagen und behutsam unter den Teig heben. Teig ca 1/2 Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
Holunderblüten  vorsichtig  in den Teig tauchen und in Öl ausbacken.
Mit Zimtzucker bestreuen und noch warm servieren.
Den Weißwein haben wir am Abend zuvor mit Freunden bis auf den letzten Tropfen vernichtet, somit war auch diese Variante nicht möglich!
Zu den Hollerstrauben passt hervorragend:
Mostschaum:

  • 6 Eidotter
  • 250 ml Apfelmost = Apfelsaft
  • 60 g Zucker
  • Zitronenschale (gerieben)

Für den Mostschaum den Most mit Dottern, Zucker und Zitronenschale in einem heißen Wasserbad mit der Schneerute schlagen, bis die Masse dicklich und heiß wird. Dann vom Wasserbad herunternehmen und noch weiter schlagen, bis der Mostschaum schön dick und schaumig ist.
Rezept von Gudrun von Mödling (www.gudrunvonmoedling.at)

Holundersirup

Zutaten für 6 Liter Limonade
50 Stk Holunderblüte
4 Stk. Zitronen
2l Wasser
50g Zitronensäure
3 Kg Zucker

Zubereitung

  1. Holunderblüten säubern in dem man sie trocken abschüttelt. Wenn man Sie mit mit Wasser wäscht, würde man den Geschmack raus waschen. Längere Stängel kürzen.
  2. Zitronen in fingerdicke Scheiben schneiden. Dann alle weiteren angegebenen Zutaten in einen sauberen Kübel, große Schüssel oder Topf geben.
  3. 4-5 Tage an einem dunklen und kühlen Ort stehen lassen. Unbedingt mit einem Deckel oder Tuch abdecken. Einmal pro Tag durchrühren. Solange stehen lassen bis sich der Zucker aufgelöst hat (Zucker legt sich am Boden ab).
  4. Danach durch ein feines Tuch (Stoffwindel) in einen Kochtopf abseihen. Einmal kurz aufkochen lassen und in saubere Flaschen abfüllen.
Sirup mit Mineral oder Wasser aufspritzen – ergibt aufgespritzt ca. 6 Liter Limonade.
Tipp:
Je nach Geschmack Sirup zum weißen Spritzer, ein paar Eiswürfel dekoriert mit einer Scheibe Zitrone und Minze macht es sich hervorragend als Aperitif beim nächsten Grillabend mit Freunden oder einfach so am Balkon nach der Arbeit …

Im August und September beginnen die anfangs roten, später schwarzen Vitamin-C- und Kalium-reichen, ungefähr sechs Millimeter großen „Beeren“ zu reifen. Sie besitzen einen Weinroten Saft, der aus Textilien kaum auswaschbar ist.  Die Beeren sind erst nach dem Abkochen oder Vergären essbar.

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