Großvater der Graffiti-Szene “Kyselak”

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Ein Hofkammerbeamter der als Vorläufer des modernen „sprayen“ gilt

Josef Michael Kyselak (1798-1831) galt als Alpinist und Hofkammerbeamter aus dem 18. Jahrhundert, der eher weniger durch seine Reisebeschreibungen und kulturellen Interessen als durch seine merkwürdige Gewohnheit an Bekanntheit erlangt hat. 

Auf seinen Wanderungen im ehemaligen Kaisertum, hinterließ er seinen Namen – in großen Blockbuchstaben – auf Brückenpfeilern, Kirchtürmen, Aussichtswarten und bedeutenden Bauwerken – unter anderem auch im Bezirk Mödling. Für die Graffiti-Kultur stellt er nicht nur einen wichtigen Vorläufer dar – er war auch derjenige der als allererster „Tagger“ gelten durfte. 

Frank Aßmann-Staudt bei der Kyselak-Aufschrift am Perchtoldsdorfer Wehrturm

Alles nur aufgrund einer Wette?

Kaum ein Name wie seiner ist von so vielen Legenden umgeben. So heißt es, dass er angeblich in Folge einer Wette mit dem Schreiben und Ritzen seines Namens begonnen haben soll. Ziel war es, seinen Namen bzw. „Kyselak war hier!“ auf allerlei Plätzen im Kaisertum zu hinterlassen, um Innerhalb von drei Jahren in der gesamten Monarchie an Bekanntheit zu gewinnen. Unter anderem wird ihm auch nachgesagt den Chimborazo in Ecuador erklommen und markiert zu haben – was unmöglich ist, da das Datum neben der Inschrift nach seinem Cholera-tot war. Seinen Tatsächlichen Beweggrund für sein merkwürdiges handeln erwähnt er selbst nicht in seinem Reisebericht. Es gibt nur vereinzelte Hinweise auf das Anbringen seines Namens, so wie bei seinem Besuch der Schlossruine Kapfenberg: „Ich bezeichnete diese merkwürdige Wand, an der ich mich nun fest anklebte, groß mit schwarzer Jahreszahl.“ 

Natürlich wurde das Verunstalten von öffentlichen Gebäuden nicht lange geduldet. So lautet eine weitere Legende, dass Kyselak zum Kaiser gerufen worden sein soll. Franz I. soll ihm verboten haben kaiserliche Gebäude zu beschmieren, woraufhin Kyselak Besserung gelobt habe. Als er vom Gespräch gegangen war, habe Kaiser Franz I. Kyselaks Namen und das Datum auf seinem Schreibtisch eingraviert gefunden.

Kyselak´s Inschrift am Weißen Kreuz

So wie es damals dem Kaiser ein Dorn im Auge war, so ist Graffiti bzw. das Bemalen von fremdem Eigentum heute auch noch strengstens VERBOTEN und wird ausnahmslos polizeilich verfolgt!

Fotos: Frank Aßmann-Staudt

Kommentar zum Artikel

  • Chris
    15. Mai 2021 am 10:11

    interesssanter Artikel, gut recherchiert ! Bitte mehr !

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  • Chris
    15. Mai 2021 am 10:11

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