Frauen im Bezirk Mödling arbeiten seit gestern gratis

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Differenz mit 28,6 % am größten
Die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern klafft nach wie vor weit auseinander. Laut aktueller Statistik verdienen ganzjährig vollbeschäftigte Frauen in Niederösterreich, durchschnittlich immer noch um fast 20 Prozent weniger als Männer.  Im Bezirk Mödling sind es sogar 28,6 % und damit niederösterreichweit auch am größten.
Am 22. Oktober 2020 ist österreichweiter Equal Pay Day, in Niederösterreich arbeiten Frauen rechnerisch aber bereits ab dem 20. Oktober gratis – 73 Tage lang. „Fairer Lohn für korrekte Arbeit muss für alle Branchen und Berufe gelten“, so AK-Niederösterreich Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser. Gerade die Corona Pandemie hat gezeigt, dass einzelne Berufsgruppen zusätzlich viel leisten mussten, davon vor allem frauendominierte Berufsgruppen.
Von gleicher Bezahlung für gleichwertige Arbeit kann nach wie vor keine Rede sein. Ein Grund für die Einkommensschere: Immer noch werden gerade jene Berufe gering bezahlt, in denen überwiegend Frauen arbeiten. Es bedarf dringend einer gesellschaftlichen Aufwertung dieser Branchen. Gerade die gegenwärtige Krise hat uns gezeigt was uns beispielsweise Pflege, Kinderbetreuung und Dienstleistungen wert sein sollten.
Trend zur Teilzeitbeschäftigung
Die Hälfte der in Niederösterreich erwerbstätigen Frauen arbeitet Teilzeit. Der Anteil ist in den letzten 10 Jahren um über 5% gestiegen. Auch in Teilzeitbeschäftigung verdienen Frauen im Schnitt rund 20% weniger als Männer. Das reicht dann selten für ein finanzielles Auskommen. Eine aktuelle Studie zeigt, dass das vordergründige Motiv für eine Teilzeitbeschäftigung von Frauen nach wie vor das fehlende bzw. unzureichende Kinderbetreuungsangebot ist, sagt Birgit Schön, die Leiterin der AK Niederösterreich-Abteilung Frauenpolitik. Hier ist auch der Hebel anzusetzen.
Ausbau der (Klein-)Kinderbetreuung ist geboten
Wer Beruf und Familie unter einen Hut bringen muss, braucht entsprechende Kinderbetreuungseinrichtungen in der Umgebung. „Die rasche Rückkehr in den Beruf nach einer Karenz und die Vereinbarkeit einer Vollzeitbeschäftigung mit Kinderbetreuungspflichten gelingt nur dann, wenn es flächendeckend flexible und leistbare Kinderbetreuungseinrichtungen gibt“, so AK-Niederösterreich Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

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