Erstes Cooling Center im Bezirk Mödling

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Im Bezirk Mödling hatte es in den vergangen tagen nie unter 30 Grad tagsüber. Um den von der momentanen Hitze geplagten Bürgerinnen und Bürgern eine Auszeit von der Hitzewelle zu ermöglichen, betreibt das Rote Kreuz Mödling in Kooperation mit der Stadtgemeinde Mödling ab sofort ein Cooling Center. Jene Bürgerinnen und Bürger, die unter besonders heißen Wohnungen leiden oder sonst keine Möglichkeit einer Abkühlung finden, sind an heißen Tagen von 9-19 Uhr herzlich eingeladen, auf der Bezirksstelle Mödling (2340 Mödling, Neusiedler Straße 20) in einem klimatisierten Raum Abkühlung zu finden. Die Rotkreuz-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen Raum im ersten Stock der Bezirksstelle für diesen Zweck eingerichtet, um diese wichtige Erholung für den Körper zu ermöglichen.
WAS IST EIN COOLING CENTER
Ein Cooling Center ist ein klimatisierter, ruhiger Raum, in dem sich Personen für ein paar Stunden vom Hitzestress erholen können. Zusätzlich zur kühlen Luft gibt es dort die Versorgung mit Wasser, damit der körpereigene Wasservorrat wieder aufgefüllt wird. Beides steigert die Widerstandsfähigkeit gegen die körperliche Belastung durch Hitze. Ein Cooling Center ist kostenlos und steht allen Personen offen (nach Maßgabe der verfügbaren Plätze).
Kommen Sie ins Cooling Center, entspannen Sie ein paar Stunden im Kühlen und sagen Sie uns nachher, wie es Ihnen gefällt. Wir wollen daraus lernen. Wenn Sie zu uns kommen, denken Sie auch daran, dass der Besuch im Cooling Center für ältere oder chronisch kranke Menschen besonders wichtig ist. Gibt es so jemanden in Ihrem Umfeld? Opa? Nachbarin? Wenn möglich, bringen Sie sie mit.
TIPPS FÜR IHREN BESUCH IM COOLING CENTER

  • Kommen Sie zu uns, kühlen Sie sich ab! Genau das ist der Zweck eines Cooling Center.
  • Planen Sie Zeit ein, damit Sie sich erholen können. Ideal wären 2 bis 3 Stunden. Natürlich ist auch jede andere Zeitspanne innerhalb der Öffnungszeiten möglich.
  • Nehmen Sie eine Beschäftigung mit wie zum Beispiel ein Buch, Kreuzworträtsel, Mobiltelefon. Alternativ können Sie auch gerne ein paar Stunden auf unseren Liegeplätzen schlafen.
  • Gerne können Sie Speisen und Getränke mitbringen, sofern diese anderen Gäste nicht stören. Leitungswasser erhalten Sie bei uns.

WARUM COOLING CENTER?
Große Hitze bedeutet eine vermehrte Anstrengung für den Körper. Man spricht dabei von Hitzestress. Für gesunde Erwachsene ist dieser in der Regel unangenehm, aber kein gesundheitliches Problem. Für ältere Menschen, Kinder und chronisch kranke Menschen kann diese zusätzliche Anstrengung im Extremfall tödlich enden.
Wissenschaftlich spricht man in diesen Fällen von Hitze-assoziierter Übersterblichkeit. Das bedeutet: vergleicht man einen festgelegten Zeitraum (z.B. eine Woche) einmal bei Hitze und einmal bei moderaten Temperaturen, dann sterben bei Hitze wesentlich mehr Menschen als bei Nicht-Hitze. Dieser Effekt ist statistisch gut belegt, nachzulesen z.B. hier: https://www.ages.at/themen/umwelt/informationen-zu-hitze/hitze-mortalitaetsmonitoring/
Diesem zusätzlichen Sterben kann man mit Kühlung entgegen wirken. Bereits 2-3 Stunden Erholung in einem klimatisierten Raum helfen dem Körper, neue Kraft zu schöpfen. Das zu ermöglichen ist der Sinn und Zweck eines Cooling Centers.
WARUM MÖDLING? WARUM JETZT?
In vielen Großstädten, insbesondere in den USA, sind Cooling Center schon seit Jahren etwas Selbstverständliches. Kommt eine Hitzewelle, sperren die Cooling Center auf. In Mödling war so etwas bisher nicht notwendig. Seit einiger Zeit jedoch werden die Sommer heißer und die Hitzewellen länger. Daher hat sich das Österreichische Rote Kreuz auf diese Problemstellung vorbereitet und nimmt bei Bedarf Cooling Center in Betrieb.
Grundsätzlich ist dieser Bedarf gegeben, wenn es über mehrere Tage eine starke Hitzebelastung gibt. Auch hohe Nachttemperaturen (d.h. deutlich über 20 °C) sind ein wesentlicher Faktor bei der Bewertung des Bedarfs. Außerdem sind Hitzewellen, die relativ früh im Jahr auftreten, gefährlicher für die Gesundheit, weil der Körper noch nicht an diese Form der Belastung gewöhnt ist.
Bild: Sozialamtsleiter Martin Czeiner, Bezirksstellenleiter Michael Dorfstätter, Fachbereichsleiter Peter Weigl, Sozial-Stadträtin Roswitha Zieger und Zivildiener Lorenz Niebuhr (von links) in der Cooling Station.
Foto: Bernhard Garaus

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