Die Pferscher – Woher haben die Einwohner von Brunn am Gebirge den Spitznamen?

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Die Geschichte der Gemeinde Brunn am Gebirge lässt sich bis auf 8.000 Jahre in die Vergangenheit zurückverfolgen. Dies kann aufgrund von Funden bestätigt werden. Die erstmalige urkundliche Erwähnung fand in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts statt und im Jahr 1370 der Bau der ersten Schule. Somit zählt die Gemeinde zu den ältesten Schulorten in Niederösterreich. Doch was hat das alles mit dem Begriff „Pfeascha“ zu tun?

Das altertümliche Wort „Pferscher“ bedeutet nichts anderes als Pfirsich!

Kaiser Friedrich III. stellte 1459 einen Freiheitsbrief aus, der neben einer eigenen Gerichtsbarkeit, auch die Erteilung eines Weinschankrechtes enthielt. Somit war es den Brunnerinnen und Brunnern erlaubt Wein auszuschenken. 

Zwischen dem 15. Und 17. Jahrhundert befand sich der Brunner Weinbau in seiner besonderen Blütezeit. Er wurde sowohl am Wiener Hof als auch von der Königin von Ungarn sehr geschätzt und sogar bis nach Frankreich verkauft. Aber auch in Österreich – in den Städten Linz und Salzburg – wurden die Ratskeller mit den edlen Tropfen gefüllt. 

Nach der 2. Türkenbelagerung (1683) konnte sich der Weinbau lange Zeit nicht mehr erholen. Das damalige Volk wählte den „Heiligen Donatus“ zu ihrem Schutzpatron. Eine Darstellung des besagten Heiligen kann heute noch an der Säule des Marktbrunnens (Donatusbrunnen) bewundert werden.  

Heiliger Donatus am Brunner Marktplatz

Vor etwa 200 Jahren wurden zwischen den Weingartenreihen zusätzlich noch kleine Pfirsichbäume angepflanzt, um für einen extra Erwerb neben dem Weinbau zu sorgen. So kam es, dass die Brunner den Spitznamen „Pferscher“ erhielten!

Der Begriff „Pferscher“ hat bis heute seine Spuren hinterlassen. Unter anderem gilt der heute ausgeschenkte „Pferscherwein“ als besondere Spezialität. Durch den Namen lässt sich eventuell darauf zurückschließen, dass es sich hierbei um Pfirsichwein handelt. Das ist aber falsch! Es handelt sich um einen Wein der Sorte „Grüner Veltliner“, der nach strengsten Vorgaben des Brunner Weinbauvereins (naturbelassen, reinsortig und sehr trocken) ausgebaut wird. 


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Ebenso findet sich der Begriff im alljährlichen Brunner „Pferscherlauf“ wieder. Bei diesem traditionellen Lauf gehen nicht nur professionelle Marathonläufer- und Läuferinnen, sondern auch Kinder, Hobbyläufer und ältere Generationen an den Start. 

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