„Die Gesundheit hat oberste Priorität!“

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Ihr letztes Bewerbsspiel haben sie im Juli 2019 bestritten, seit vergangenem Herbst bereiten sich die AFC Mödling Rangers auf eine Saison vor, deren Start immer noch Ungewiss ist. Im Interview erzählt uns General Manager Anton Zdrazil, wie die Mödlinger Footballer mit der Corona-Krise umgehen, welche Forderungen sie an die Politik haben und wie sich die Pandemie langfristig auf den Sport auswirken kann.
 
Was bedeutet der verordnete Lockdown für die AFC Mödling Rangers?
Uns trifft der Lockdown genauso hart wie jeden anderen Verein. Auch wir sehen uns mit nie da gewesenen Problemen konfrontiert und bemühen uns, das Beste daraus zu machen. Oberste Priorität hat die Gesundheit unserer Mitglieder, Funktionäre und Fans!
Habt ihr in den vergangenen Monaten eine Möglichkeit gefunden, ein Training für zu Hause anzubieten?
Unsere Trainer haben einen “Lockdown”-Trainingsplan für unsere Athleten erstellt, welcher Übungen beinhaltet, die auch zu Hause durchgeführt werden können. Diese Trainingspläne wurden für Kampfmannschaft und Nachwuchs natürlich adaptiert.
Football ist ein Sport mit heftigem Körperkontakt – das konnte man wohl zu Hause alleine nicht trainieren…
An einen normalen Trainingsbetrieb mit notwendigem Körperkontakt war und ist derzeit nicht zu denken. Unabhängig von der derzeitigen Situation gibt es aber auch sonst einiges abseits des Feldtrainings für unsere Athleten zu tun. Unsere Spielerinnen und Spieler können sich jetzt verlängert im Bereich Muskelaufbau um die Verletzungsprävention und auch auf ihre Ausdauer konzentrieren.

Und euer Cheerleader-Nachwuchs?
Sie haben einen Trainings-Plan für Dehn-Programme erhalten, die, wie auch bei den Football-Spielern, von zu Hause aus durchführbar sind.
Wie schwer ist der finanzielle Schaden jetzt schon und wie lange könnt ihr noch durchhalten?
Wie jeder andere Verein kommen auch wir bei der Krise nicht ungeschoren davon. Durch die Ungewissheit der Liga, können wir natürlich auch den gewünschten Werbewert für unsere Sponsoren nicht erreichen. Hier mussten wir mit Allen individuelle Vereinbarungen treffen, auf die wir aber nicht näher eingehen dürfen.
Welche Forderungen habt ihr an die Politik, um euch zu unterstützen?
Die Mödlinger Politik könnte uns zum Beispiel durch eine Reduktion der Trainingsplatz-Gebühren während der eingeschränkten Trainings-Phase unter die Arme greifen.

Habt ihr einen Fahrplan, wie und wann es mit dem regulären Spielbetrieb weitergeht?
Eine Verschiebung der Saison wurde öffentlich vom Verband in Erwägung gezogen, ein finaler Entschluss aber noch nicht getroffen. Generell möchten wir als Verein aber auf keinen Fall ein unnötiges Risiko für Spieler, Funktionäre und Fans eingehen. Sollte also keine drastische Entwarnung der Regierung veröffentlicht werden, wird der Verein sich gegen die Teilnahme im Herbst aussprechen.
Wie kann sich diese langfristige Unterbrechung auf die sportliche Leistungsfähigkeit auswirken?
Wie schon erwähnt, ist unser Training gerade in eine Richtung abseits des Feldes ausgelegt. Wir starten am 8. Juni unter strengen Auflagen ins Feldtraining, das jedoch komplett ohne Kontakt stattfindet. Mit diesen Auflagen kann man sich fit halten, sie machen es aber unmöglich, sich auf eine Saison vorzubereiten.

Wird der Sport nach der Krise der gleiche sein wie vorher?

Diese Frage ist schwer zu beantworten, da wir noch nicht wissen, wann die Krise tatsächlich endet. Je länger die Krise dauert, desto mehr wird die Qualität von Football in Österreich leiden, soviel ist klar.
Wie sehr freust du dich aufs erste Spiel nach der Pause?
Wir befinden uns seit September in der Vorbereitung für die Saison 2020. Es liegt auf der Hand, dass der Verein und alle Mitglieder auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs brennen. Aber wie schon erwähnt: nur in einem sicheren Rahmen!
 
Fotos: Elmas Libohova

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