Da ist er wieder, der Bärlauch…

Mit dem Frühling beginnt auch die Bärlauchzeit. Der Boom rund um das Kraut verleitet viele beim Wandern auch zum Sammeln. Prinzipiell keine schlechte Idee, da es meist reichlich davon im Wald zu pflücken gibt. Die in den Wäldern verbreitete und häufige, früh im Jahr austreibende Pflanzenart ist ein geschätztes Wildgemüse und wird vielfach gesammelt. Bärlauch wird auch Bärenlauch, Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hundsknoblauch oder Zigeunerlauch genannt.

Der Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse- und Heilpflanze. Er ist zwar komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter, oft auch mit den Stängeln, frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbutter und Pesto oder ganz allgemein als Gemüse in der Frühjahrsküche. Haupterntezeit für die Blätter ist im März und April.

Wo findet man Bärlauch

im Bezirk Mödling

In der Gemeinde Wienerwald in jedem Wäldchen sowie an der Burg Wildegg vorbei Richtung Höllensteinhaus und im Erholungsgebiet Liechtenstein in Maria Enzersdorf. Ein sicheres Plätzchen wo noch jedes Jahr reichlich Bärlauch gewachsen ist, ist am Anninger. Bereits ab dem Schutzhaus Krauste Linde findet man im Wald reichlich davon.

Wir waren Bärlauch sammeln am Anninger und haben Pesto daraus gemacht:

Bärlauch

in der Küche

Im Kühlschrank in einem mit Luft gefüllten Gefrierbeutel, hält er maximal 2 Wochen.

Wenn man die Blätter als ganzes oder in Streifen geschnitten flach in einen Beutel füllt und so schnell wie möglich schockfrostet hält er deutlich länger.

Besser ist es, den Bärlauch als Bärlauchbutter einzufrieren oder zum Pesto zu verarbeiteten.

Rezept-Tipp

Bärlauchpesto

Zutaten für 4 Personen

500g Bärlauch

1 Tasse Pinienkerne

2 EL Salz

250 ml Olivenöl

1 Tl Pfeffer

  1. Den Bärlauch waschen, kleinschneiden und in einen Mixbehälter geben.
  2. Die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne leicht anrösten, anschließend zum Bärlauch geben und gut salzen und etwas pfeffern.
  3. Dann das Olivenöl beigeben und gut mixen – je nachdem wie fein man es mag sollte man es kürzer oder länger mixen.
  4. Zum Schluss in saubere und heiß ausgespülte Schraubdeckelgläser oder Rexgläser abfüllen und je nach Konsistenz noch etwas Olivenöl dazu geben.

Daraus lassen sich in weiterer Folge herrliche Aufstriche, Pastagerichte, Suppen und vieles mehr zubereiten.

Ein guter Gast kommt nie mit leeren Händen und wählt sein Gastgeschenk mit Bedacht. Ein Glas selbstgemachtes Bärlauchpesto eignet sich auch als nettes Mitbringsel beim nächsten besuch von Freunden oder Verwandten!

Heilpflanze

Bärlauch

Schon im Mittelalter wurde Bärlauch als Arznei- und Nahrungspflanze genutzt .In der Volksmedizin wird der Bärlauch heute bei Magen-Darm-Störungen eingesetzt. Auch in der Naturheilkunde kommt Bärlauch als Heilmittel immer wieder zur Anwendung. Die Heilwirkung ist den schwefelhaltigen ätherischen Ölen zuzuschreiben, die sich positiv auf Verdauung, Atemwege, Leber, Galle, Darm und Magen auswirken.  Zudem wirkt er stoffwechselanregend, positiv auf den Cholesterinspiegel und hilft bei Wurmbefall und zeigt Heilwirkung bei Arteriosklerose, Bluthochdruck und Darmerkrankungen.

Dieser Hinweis dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose!

Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen

Maiglöckchen, Herbstzeitlosen etc.

Lassen Sie sich nicht vom Knoblauchduft täuschen. Haben Sie erstmal einen Bärlauch in den Händen zerrieben, können Sie nicht mehr zwischen Bärlauch und anderen Pflanzen unterscheiden!

Die Verwechslungsgefahr mit den giftigen und zum Verwechseln ähnlichen Pflanzen ist groß!

Am besten erkennt man den Bärlauch am länglich-dünnen und vor allem feinen Blatt. Maiglöckchen und Herbstzeitlose haben meist ein härtere Blattstruktur bzw. ein größeres Blatt.

Es gilt dennoch wie beim Pilze sammeln, sind Sie sich nicht sicher… Finger weg!

Bereits ab einer kleinen Dosis Herbstzeitlose im Bärlauchpesto kann das enthaltene Colchicin sich mit ersten Vergiftungserscheinungen aufmerksam machen. Bei zu großer Dosis (ab drei Blätter) kann es bis zum Tod führen.

Im Vergiftungsfall wird empfohlen ohne ärztlichen Rat kein Wasser und keine Milch zu verzehren. Kontaktieren Sie umgehend die Vergiftungszentrale und holen Sie sich Rat ein, was zu tun ist.

Hotline Vergiftungszentrale +43 1 406 43 43

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