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Aufregung um Rodung auf Brunner Heide

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Naturfreunde, Hundeliebhaber und Jungfamilien lieben die Brunner Heide – ein Ort, wo früher Ziegel hergestellt wurden. Eine gemütliche Runde um den Wienerbergerteich, in der Hoffnung, Erholung zu erfahren und Wildtiere (Schwäne, Füchse, Eisvögel & Co) zu entdecken, machte einen Sonntagnachmittag zu einem guten Sonntagnachmittag.

Seit Anfang November gehen die Wogen hoch…

Neben mehreren Klagen seitens des neuen Eigentümers, der Rainer Gruppe, gegen die unmittelbaren Anrainer wegen übler Nachrede und Besitzstörung, gibt es auch viele Fragen rund um das Verhalten des Brunner Bürgermeisters bzw. des neuen Koalitionspartners in Sachen transparenter Kommunikation mit Bürgern und Mandataren des Brunner Gemeinderats.

Am 05. November veröffentlicht die Marktgemeinde einen Beitrag auf der eigenen Website, dass sie von besorgten Anrainern auf die Rodungsarbeiten rund um den Wienerberger Teich aufmerksam gemacht wurde.

Sofort wurde mit der Rainer Gruppe Kontakt aufgenommen und die zuständige Forstbehörde bei der Bezirkshauptmannschaft Mödling informiert.

Am selben Tag fand ein Ortsaugenschein statt, bei dem neben Bürgermeister Andreas Linhart auch die Umweltgemeinderätin Sabine Hiermann, Vertreter der Forstbehörde, die Grundeigentümerin sowie laut Angaben der Gemeinde zahlreiche Anrainer teilnahmen.

Die Arbeiten wurden umgehend eingestellt. Die Forstbehörde hat bereits ein Feststellungsverfahren eingeleitet, um zu klären, ob es sich bei dem Baumbestand auf dem Grundstück um Wald im Sinne des Forstgesetzes handelt.

Anrainer und Naturliebhaber starten Onlinepetition “Rettet die Brunner Heide!”

In Ihrer Onlinepetition richten Anrainer und Naturliebhaber folgende Forderungen an die Gemeinde Brunn am Gebirge:

– Die gesamte Brunner Heide als Naturdenkmal anzuerkennen

– Feststellung, dass es sich bei dem Gebiet um Wald (nicht nur Grünland) handelt und daher nicht (ohne Bewilligung) gerodet werden darf

– Keine Aussicht auf Umwidmung in Bauland weder jetzt noch in Zukunft

– Das seit vielen Jahren bestehende Erholungsgebiet soll der Öffentlichkeit zugänglich bleiben

– Verhinderung zusätzlicher Bodenversiegelung in Brunn am Gebirge und Niederösterreich

Mit Stand 20. November 15:00 konnte die Initiative schon mehr als 1.140 Unterschriften sammeln

Lokalaugenschein mit Anrainern und Ortspolitikern

ÖVP Brunn am Gebirge unterstützt Initiative

„Die ÖVP Brunn am Gebirge unterstützt die Bürgerinitiative in allen Punkten! Wir müssen jetzt an der Seite der Bürger kämpfen, um dieses Naherholungsgebiet zu erhalten. Langfristig wollen wir das Gebiet beim Wienerbergerteich erhalten und der Bevölkerung zugänglich machen. Die Gemeinde soll deshalb das Grundstück ankaufen oder pachten. Keinesfalls darf ein Abtausch in Zusammenhang mit einer Umwidmung in Bauland erfolgen. Jetzt gilt es, Verhandlungsgeschick und Standhaftigkeit zu beweisen und die Bürger nicht alleine zu lassen!“ so Oliver Prosenbauer, Geschäftsführender Gemeinderat der Brunner ÖVP

Weiters ergänzt Prosenbauer: „Nachdem nun großflächig gerodet und die Flächen eingezäunt wurden, ist man draufgekommen, dass die Grundstücke der Gemeinde mit gerodet wurden. Auf Facebook wird der Vorfall von SPÖ Gemeinderäte mit ‘ups ist eben passiert’ hingenommen. Andreas Linhart hätte sofort reagieren und Anzeige erstatten müssen, was unseres Wissens nach bis heute nicht geschehen ist.

Aber es geht noch weiter: Natürlich wollen auch wir als ÖVP helfen und insbesondere unser Baureferent Stefan Maier, der nun aber leider auf Weisung des Ortschefs keine Auskünfte mehr erhält.

Will hier jemand etwas vertuschen? Wohl den Termin an dem der Brief der Bezirkshauptmannschaft auf der Gemeinde eingelangt ist. Hier ist anscheinend seitens des Bürgermeisters viel Zeit verstrichen und es wurde nicht informiert bzw. richtig gehandelt.

In der Zwischenzeit wurden auch schon Bürger vom neuen Eigentümer auf Besitzstörung und üble Nachrede geklagt. Der Streitwert beträgt mehrere hundert Euro. 

Wir werden jedenfalls in der nächsten Sitzung am 03. Dezember folgende Anträge einbringen:

– Gemeinde soll gesamtes Grundstück kaufen oder pachten

– Gemeinde soll sofort Anzeige erstatten gegen die Rodung auf Gemeindegebiet und eine Neuaufforstung fordern

– Unterstützung (Rechtsbeistand) für geklagte Bürger durch die Gemeinde und Aufforderung, dass der Bürgermeister mit dem Eigentümer redet, diese Klagen zu unterlassen.

Weiters wurde von der GRÜNEN Gemeinderätin Sabine Hiermann ein Ansuchen auf Naturdenkmal gestellt. Dieses unterstützen wir mit allen Kräften und hoffen, so das Naturjuwel Wienerbergerteich zu erhalten.”

Unterstützung gibts auch vom Bürgermeister der Nachbargemeinde Vösendorf

„Ich unterstütze die Brunner, weil ich nicht möchte, dass die Gemeinde Brunn am Gebirge dieselben Fehler macht wie unsere Gemeinde in der Vergangenheit und hier kostbares Grünland in Bauland umwidmet. Wir werden auch noch den Dialog zu unserer Bevölkerung suchen und schauen, ob wir noch irgendeine Möglichkeit finden, um es für die Bürger so erträglich wie möglich zu machen. Natürlich wäre es für die Vösendorfer schön, wenn auf Brunner Seite dieses Naturjuwel erhalten bliebe, damit auch wir weiterhin mit den Kindern und Hunde dort rund um den Teich spazieren gehen können.“ so Vösendorfs Bürgermeister Hannes Koza.

Historie zur Umwidmung am Gemeindegebiet Vösendorf

Die Widmung „Industriegebiet“ besteht seit 1958. Zwischen 1980 und 1988 wurde das Grundstück auf Bauland, Betriebsgebiet und Aufschließungszone gewidmet. Da die Unterlagen für diesen Zeitraum lückenhaft sind, kann ein genauerer Zeitraum derzeit nicht genannt werden. Mit Verordnung und GR-Beschluss von 1977 wurde der die Aufschließungszone freigegeben.

Es gab auf dem Grundstück eine Bausperre von 3 Jahren ab dem 10.11.2017. Passiert ist innerhalb der Bausperre nichts kritisiert Ortschef Hannes Koza.  

Lies auch die Sachverhaltsdarstellung von Andreas Linhart, Bürgermeister der Marktgemeinde Brunn am Gebirge sowie die Stellungnahme der Rainer Grupper unter: Brunner Heide wurde gepflegt – nicht gerodet

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