Auf der Brunner Heide kehrt keine Ruhe ein

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Ein Kampf David gegen Goliath – von Bürokratie, Geld und einem brütenden Vögelchen

Ein Bericht zu den neuesten Geschehnissen aus Sicht der Bürgerinitiative „Rettet die Brunner Heide!“

„An Tagen wie heute fühle ich mich machtlos und weine um die Welt, in die mein 11 Monate altes Baby hineinwächst.“ – So beschreibt Daniela P., Mitgründerin der Bürgerinitiative „Rettet die Brunner Heide!“, ihre Gefühle.

Seit gestern Abend wird wieder am Wiener Teils der „Brunner Heide“ gearbeitet. Die Brunner Heide erstreckt sich über Gebiete von Brunn am Gebirge, Vösendorf und Wien. Der niederösterreichische Teil ist großteils Wald.

Das Gebiet sollte natürlich als Gesamtes betrachtet werden – in der Realität sind wir davon leider weit entfernt. Die begrenzte Zuständigkeit der betroffenen Gemeinden, die Teilzuständigkeit der Bezirkshauptmannschaft Mödling und zahlreiche Anlaufstellen in Wien machen es dem kleinen Bürger unmöglich, etwas gegen den finanzstarken Eigentümer (die Rainer Gruppe) zu bewirken.

Etwaige behördliche Strafen, die auf die Zerstörung der Brunner Heide drohen, werden von der Rainer Gruppe einfach in Kauf genommen. Die einzelnen Verwaltungsorgane bewerten die Vernichtung der Natur in den jeweiligen Teilstücken ohnehin als erschreckend minderschwere Vergehen. In Niederösterreich beträgt das Rodungsersatzgeld lächerlich niedrige  4,5 EUR/m²: Um diesen Wert kann man höchstens zwei Blumenstöckchen kaufen, aber wohl kaum einen Quadratmeter Wald ersetzen.

In Niederösterreich beginnt nun, mit Start des Vegetationswachstums, die Beurteilung des Gebietes im Verfahren zur Erklärung zum Naturdenkmal. Es soll entschieden werden, welche Teile des Areals besonders schützenswert sind. Aufgrund dieses anhängigen Verfahrens, darf in Niederösterreich keine Pflanze angerührt werden.

Wieso also nicht den Wiener Teil zerstören? Die Bürgerinitiative vermutet, dass der Eigentümer so viel Unheil anrichten will, wie nur irgendwie möglich. Denn wie soll eine geschützte Beutelmeise oder Zwergdommel in Ruhe ihre Brutstätten, um den Teich errichten, während direkt vor Ort gerodet wird? Nach dem Motto: Wo keine Brutstätte ist, kann kein Naturdenkmal sein.

„Wenn der Immobilienriese zu solchen Mitteln greifen darf, befürchte ich, dass die Behörde im Zuge des Verfahrens Naturdenkmal wirklich keine Nester eines Eisvogels mehr findet. Wieso zieht die Natur, im Kampf gegen das Geld, immer den Kürzeren?“, so Daniela P.

Die Bürgerinitiative „Rettet die Brunner Heide!“ will nicht tatenlos zusehen! Die Ziele der Bewegung sind unter anderem:

  • -Die gesamte Brunner Heide als Naturdenkmal anzuerkennen!
  • -Bewahrung und Schutz der Natur und des Lebensraumes ALLER hier beheimateten Tiere!
  • -Verhinderung zusätzlicher Bodenversiegelung!

Die Bürgerinitiative und die knapp 3.800 Menschen, die bereits hinter ihr stehen bitten jeden Leser auch  Teil der Bewegung zu werden und Raum für Mensch und Natur zu schützen, indem sie die Petition https://mein.aufstehn.at/petitions/rettet-die-brunner-heide/ unterzeichnen. Nur gemeinsam haben wir eine Chance, Gehör zu finden und uns für die Natur und den Erhalt der Lebensräume der hier beheimateten Tiere einzusetzen.

Naturschutz darf den Kampf gegen Finanzkraft nicht verlieren. Die Bürgerinitiative setzt alles daran, bürokratische Hindernisse zu überwinden, damit eine länderübergreifende Kooperation der Behörden rasche Schritte setzen kann, bevor es zu spät ist.

Autor / Foto: Bürgerinitiative „Rettet die Brunner Heide!“


Lies dazu auch die Stellungnahme der Rainer Gruppe bzw. der VOEG Immobilienprojektentwicklung GmbH.


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Die auf bezirkmoedling.at veröffentlichten Leserbriefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.

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