ARA testet Abfallbehälter der Zukunft in Mödling

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Neue Müllsammel-Initiative – “Big Belly” sichert wertvolle Ressourcen
Ob ein schneller Kaffee am Weg in die Arbeit oder ein kleiner Snack beim Schaufensterbummel: so genannter “Außer-Haus-Konsum” wird immer beliebter. Und die dabei anfallenden Verpackungen spielen – als wertvolle Sekundärrohstoffe – bei der Zielerfüllung des EU-Kreislaufwirtschaftspakets eine wesentliche Rolle. Passend dazu startet die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) nun auch in Mödling einen innovativen Pilotversuch, da die intelligenten, digitalen Abfallbehälter “Big Belly” schon seit 2009 im Einsatz sind. Nun unterstützt der “Big Belly” auch die Sammlung von Plastikflaschen und Dosen an neuralgischen Punkten im Stadtgebiet von Mödling und macht diese noch einfacher und effizienter.
“Einer der wesentlichsten Aspekte, wenn es um die Erreichung der Ziele des EU-Kreislaufwirtschaftspakets und der EU-Kunststoffrichtlinie geht, ist die Convenience im Bereich der getrennten Sammlung. Genau diese steigern wir mit dem Einsatz des BigBellys weiter, die getrennte Sammlung rückt so wieder einen Schritt näher an die Konsumentinnen und Konsumenten heran. Sie wird noch alltagstauglicher, einfacher und bequemer”, führt ARA Vorstand Werner Knausz aus und bringt in Bezug auf die EU-Vorgaben ein einfaches Beispiel: “Sehen wir uns die Getränkeverpackungen an, wo aktuell über ein – für KonsumentInnen, wie Wirtschaft – teures Pfandsystem diskutiert wird. Aktuell werden in Österreich 70 % aller PET-Flaschen getrennt gesammelt. Wenn jede Österreicherin und jeder Österreicher nur eine einzige PET-Flasche mehr pro Woche sammeln, dann erreichen wir eine Sammelquote von 100 % und übererfüllen damit die europäischen Vorgaben von 90 %. Das ist mit Bewusstseinsbildung und gutem Willen machbar”, erklärt Knausz.
Österreich ist im Recycling im europäischen Spitzenfeld. Schon heute hat man die Zielvorgaben des EU-Kreislaufwirtschaftspakets 2025 für Verpackungen aus Papier, Glas und Metall erfüllt. Kunststoff stellt jedoch die große Herausforderung dar. Um die von der EU vorgeschriebene Recyclingquote von 50 % Kunststoffverpackungen im Jahr 2025 zu erreichen, braucht es eine Verdopplung des Recyclings von aktuell 75.000 Tonnen auf 150.000 Tonnen in den kommenden vier Jahren. “Und genau dafür brauchen wir ein umfassendes Gesamtkonzept, das beispielsweise die Sammlung von Kunststoffverpackungen aus Haushalten und Gewerbebetrieben um 40 % steigert, Investitionen in modernste Sortieranlagen fördert und mehr Sammelmöglichkeiten für den Unterwegs Konsum – wie den Big Belly – schafft”, so Knausz.
Intelligenter Müllschlucker mit großem Hunger
Der in Mödling schon seit 2009 zum Einsatz kommende, komplett solarbetriebene und damit energieautarke Abfallbehälter (eine Stunde Sonnenlicht entspricht einem Monat Betriebsdauer) steht nun auch für die getrennte Sammlung von Plastikflaschen sowie Metalldosen zur Verfügung. Und dabei macht er seinem Namen alle Ehre: Mittels integrierter Müllpresse verdichtet Big Belly die Abfälle um ein siebenfaches und weist somit um ein vielfach höheres Fassungsvermögen als seine herkömmlichen Kollegen auf. Ist der Maximalfüllstand erreicht, meldet sich der Abfallbehälter automatisch per E-Mail. Mit diesem System werden die Entleerungs- bzw. Abholungsintervalle wesentlich reduziert, was einerseits zu einer Arbeitszeitersparnis sowie andererseits zu einer Verringerung von CO2-Emissionen und Feinstaub führt, da Fahrtstrecken der Müllwägen eingespart werden.
Mödlinger Bürgermeister begrüßt Big Belly – Initiative
“In Mödling haben Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz höchste Priorität”, erklärt Mödlings Bürgermeister Hans Stefan Hintner. “In den letzten Jahren haben wir beispielsweise eigene Mehrwegbecher für Festivitäten angeschafft, Flurreinigungsaktionen durchgeführt oder in der Gastronomie mit unseren “Wär doch schade drum” – Boxen der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt. Auch das jüngste Projekt “#WALKinTRASHout” unterstützt den Kampf gegen das Littering in der Natur.
Umso mehr freuen wir uns, dass nun mit dem Pilotversuch einer Sammlung von Plastikflaschen und Dosen  mithilfe des in der Stadt schon seit Jahren bewährten “Big Belly” unsere Umweltmanagement-Maßnahmen nun ein weiteres Mal erweitert werden.”
Neben Mödling kommt Big Belly auch in Krems zum Einsatz. Als nächste Stadt werden in Graz intelligente, digitale Abfallbehälter aufgestellt. Auch dort wird die ARA Umsetzung und Inbetriebnahme begleiten und die gesammelten Daten und Erfahrungen für die Weiterentwicklung der getrennten Sammlung im öffentlichen Raum nutzen.
Bild: Mödling ist eine von nur nur drei Pilotgemeinden für das neue Sammelsystem im öffentlichen Raum. Darüber freuen sich Monika Dovbreva von der ARA, Bürgermeister Hans Stefan Hintner, Bernd Grausenburger (friendly energy), Abfallwirtschafts-Stadträtin Franziska Olischer und Saubermacher-Geschäftsführer Yves Mattis (v.r.).
FOTO: Boeger

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