500 Jahre Wehrturm in Perchtoldsdorf

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Das Wahrzeichen von Perchtoldsdorf

Anlässlich des Turmjubiläums 2021 gibt es seit Samstag dem 8. Mai bis Sonntag den 24. Oktober jeweils an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 13:00 bis 18:00 erweiterte Öffnungszeiten!

Der 60 Meter hohe, freistehende Wehrturm, der mehrere Funktionen für die Marktgemeinde vereinigt (Wehrturm, Wachturm, Kirch- und Glockenturm, Stadtturm…) ist ein wichtiger Bedeutungsträger kommunaler Identität. Das Wahrzeichen gilt als Meisterwerk spätmittelalterlicher Baukunst (1450-1521).

500 Jahre Zeitreise

Einst mit besonderen Rechten ausgestattet und gestützt auf ein durch Weinhandel erworbenes Vermögen gelang es den PerchtoldsdorferInnen, in der ökonomischen Blütezeit des Spätmittelalters einige kostenintensive Bauwerke zu finanzieren. Die meisten von ihnen haben bis zum heutigen Tag bestanden.

Wer den tatsächlichen Grundstein und Baustart für das Projekt des “neuen Turms” legte, wissen wir nicht. Das Datum des Baubeginns kann jedoch durch eine testamentarische Stiftung auf das Jahr 1451 festgelegt werden. Als “Anstoßgeber” wird von Historikern der umtriebige Pfarrherr Namens Thomas Ebendorfer (1388-1464) gesehen – ein bedeutender Gelehrter, Diplomat und Ratgeber des Kaisers. Er hinterließ unter anderem auch durch den prestigeträchtigen Ausbau der Perchtoldsdorfer Pfarrkirche seine Spuren im Ort.

Die Jahreszahl 1521, die oberhalb des Zifferblattes an der Südseite des Turmes eingemeißelt wurde, steht für die Baufertigstellung vor exakt 500 Jahren. Die Länge der Bauzeit – 70 Jahre – lässt sich auf die kriegerischen Auseinandersetzungen und Belagerungen zurückführen. Diese legten das Baugeschehen immer wieder lahm, sodass der Turm erst ab 1518 binnen dreier Jahre zügig fertiggestellt wurde.

Ein Großbrand, ausgelöst durch einen Brandpfeil im Zuge der 2. Türkenbelagerung, sorgte 1683 für eine nahezu komplette Zerstörung des Hauptdaches und Glockenstuhles. Die große Glocke durchbrach bei ihrem Absturz eine Geschoßdecke. Im Zuge eines 30 Jahre andauernden Wiederaufbaues erhielten die markanten Erker anstatt kegelförmiger Dächer eine Eindeckung mit barocken Zwiebelhelmen. Ansonsten steht der Turm nahezu unverändert zu seinem ursprünglichen Erscheinungsbild!

Der Museumsturm

Wenn man den Turm betritt, gelangt man zunächst in die Nikolauskapelle, heute ein kleines Sakralmuseum, das neben der Thomas-Ebendorfer-Gedenkstätte auch seinen Grabstein beherbergt. Von dort aus gelangt man über die 148 Stufen einer schmalen Wendeltreppe in die oberen Geschosse. Die 1524 eingerichtete Turmstube wurde 1973 zu einem Ortsgeschichte-Museum ausgebaut und 1995 um eine Archäologische Abteilung erweitert. Von der Galerie aus hat man einen überwältigenden Ausblick auf das gesamte Wiener Becken und den Wienerwald.

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